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Josephine Ortleb
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Frage von Erika B. •

Wie rechtfertigen Sie die Fortführung dieser eklatanten Ungleichbehandlung gegenüber Ihren eigenen Beamten im Vergleich zu den bereits elf anderen Bundesländern?

Sehr geehrte Frau Ortleb,
die aktuelle Praxis erzeugt eine massive Ungleichbehandlung im saarländischen Beamtentum: Während der Dienstherr für privat versicherte Kolleginnen und Kollegen völlig selbstverständlich mindestens 50 % der Krankheitskosten übernimmt, verweigert er gesetzlich Versicherten jegliche Unterstützung. Wir müssen die vollen GKV-Beiträge zu 100 % allein tragen.
Das oft vorgeschobene Argument eklatanter Mehrkosten für das Land läuft dabei völlig ins Leere: Da die private Krankenversicherung für die Mehrheit der Beamten im bestehenden System finanziell attraktiver bleibt, würde sich ohnehin nur eine kleine Minderheit (z. B. Beamte mit Vorerkrankungen oder großen Familien) für die pauschale Beihilfe entscheiden. Gleichzeitig fallen diese Personen komplett aus der individuellen Beihilfe heraus, was die Beihilfestellen entlastet. Echte fiskalische Mehrkosten entstehen dem Land kaum, da lediglich Kosten verschoben werden.
MfG
E. B.

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