Könnte man nicht zur Klimaanpassung (Schutz vor Hitze und Wasserknappheit) alte Infrastruktur aus dem 2. Weltkrieg und dem Kalten Krieg nutzen?
Sehr geehrte Frau Ortleb,
bzgl. der Bedrohung aus Russland wurde viel darüber gesprochen, dass die Sanierung alter Bunker und Schutzräume zu teuer sei. Aber wenn sie stabil und sicher sind, warum kann man sie nicht bei Hitzewellen als kühle Orte öffnen? Hier im Saarland gibt es z.B. viele alte Bunker tief im Gestein, wo es auch im Sommer nicht heiß wird. Und in Berlin gibt es unterirdisch noch alte, unvollendete NS-Infrastruktur, die ebenso nutzbar wäre, oder auch als städtische Zisterne gegen Trinkwasserknappheit im nächsten Dürresommer. Stets heißt es, Klimaanpassung sei sehr teuer und die Haushaltslage schwierig, warum werden solche sehr günstigen Möglichkeiten dann nicht konsequent genutzt? Könnte der Bund nicht zumindest die Initiative ergreifen, alle Potentiale in den Ländern und Kommunen gemeinsam mit diesen zu evaluieren?

