Wie bewerten Sie die mögliche Signalwirkung eines Partnereinkommen im Hinblick auf die Unabhängigkeit der Alimentation vom konkreten Familien- und Erwerbsstatus?
Sehr geehrter Herr Oster,
im Zusammenhang mit der Diskussion um die amtsangemessene Alimentation von Bundesbeamten steht im Raum, künftig ein fiktives Partnereinkommen bei der Bewertung der Besoldung zu berücksichtigen.
Nach Angaben von Destatis liegt der Frauenanteil in den obersten Bundesbehörden bei rund 55 %.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie Sie die geplante Anrechnung eines Partnereinkommens verfassungsrechtlich und gleichstellungspolitisch bewerten. Halten Sie es für sachgerecht, bei der Prüfung der amtsangemessenen Alimentation von einem zusätzlichen Einkommen durch den Partner oder die Partnerin auszugehen?
Wie bewerten Sie die mögliche Signalwirkung einer solchen Regelung im Hinblick auf die Unabhängigkeit der Alimentation vom konkreten Familien- und Erwerbsstatus?

