Herr Wadephul, Sie räumen ein, dass das Geld für die Ukraine bei Schulen und Straßen fehlt. Welche verbindlichen Sanierungszusagen gibt die Bundesregierung den Kommunen – mit Betrag und Zeitplan?
Sie haben erklärt, Deutschland werde die Ukraine bis zu einem verantwortbaren Frieden weiter finanzieren, und selbst eingeräumt, dass diese Mittel für Schulen und Straßen nicht zur Verfügung stehen. Zugleich sind viele Brücken nur noch mit Tempo- und Gewichtsbeschränkungen befahrbar, Schulen sanierungsbedürftig und Kommunen finanziell am Limit.
Daher drei Fragen:
Welche Gesamtsumme plant die Bundesregierung bis zu diesem „verantwortbaren Frieden” ein, und gibt es eine Obergrenze?
Welche Kontroll- und Rückforderungsmechanismen gelten für deutsche Mittel, gerade angesichts der Korruptionsermittlungen der ukrainischen Antikorruptionsbehörde NABU?
Wenn Sie den Zielkonflikt selbst benennen: Warum gibt es für Kiew verbindliche Milliardenzusagen, für die Sanierung deutscher Brücken und Schulen aber keine vergleichbar verbindlichen?
Als Bürger erwarte ich, dass beide Verpflichtungen mit derselben Verbindlichkeit behandelt werden.

