Wie rechtfertigen Sie die fortbestehende Budgetierung angesichts dieser Versorgungslage
Sehr geehrter Abgeordneter,
mit Entsetzen nehme ich die beschlossenen Einschnitte bei der psychotherapeutischen Versorgung zur Kenntnis. Es ist ohnehin erschreckend schwer, als psychisch erkrankter Mensch einen Therapieplatz zu finden. Monatelange Wartezeiten und Absagen gehören für viele zum Alltag.
Gleichzeitig starben laut Statistischem Bundesamt 2025 in Deutschland 11.334 Menschen durch Suizid – 9,3 % mehr als im Vorjahr. Diese Entwicklung muss uns alarmieren. Umso unverständlicher ist es, die psychotherapeutische Versorgung finanziell weiter einzuschränken.
Es ist zynisch, notwendige Hilfe zu begrenzen und das als Gesundheitsreform zu bezeichnen. Eine Reform sollte Versorgung verbessern, nicht verschlechtern. Psychische Erkrankungen lassen sich nicht aufschieben, bis das Budget wieder ausreicht.
Psychische Gesundheit ist kein Luxus. Es ist schlichtweg frech, notwendige Versorgung kaputtzusparen und das als Reform zu verkaufen.
Mit empörten Grüßen

