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Elisabeth Kaiser
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Frage von Hans K. •

„Wie rechtfertigen Sie es politisch und ökonomisch, dass der Großteil der staatlich finanzierten Rüstungsaufträge und -standorte seit Jahrzehnten in West- und Süddeutschland konzentriert ist?

Sehr geehrte Frau Kaiser,

große Rüstungsunternehmen wie Rheinmetall oder Airbus Defence sind historisch vor allem in west- und süddeutschen Bundesländern wie Bayern oder Baden-Württemberg angesiedelt, während ostdeutsche Länder wie Sachsen deutlich geringere industrielle Dichte im Verteidigungssektor aufweisen.

Großaufträge gehen naturgemäß häufig an etablierte Unternehmen mit vorhandenen Produktionskapazitäten – wodurch bestehende regionale Konzentrationen eher verstärkt als aufgebrochen werden.

Unabhängige Analysen dazu finden sich u. a. bei:

Bundesrechnungshof (Berichte zur Beschaffungspraxis)

Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW, industrie- und verteilungspolitische Analysen)

Ist die aktuelle Vergabepraxis rein marktbasiert nachvollziehbar – oder besteht ein strukturelles politisches Versäumnis, wenn Milliarden an Steuermitteln regionale Ungleichgewichte weiter verstärken, statt sie auszugleichen?

Danke

Mit freundlichen Grüßen

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