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Dirk Willing
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Gestern in der NRZ: Afghane fürchtet Abschiebung. 23 Jahre alt, seit 6 Jahren in Deutschland. Er ist laut einem Bescheid: "zur unverzüglichen Ausreise" verpflichtet. Was denken Sie darüber?

Diese Frage stellte ich sinngemäß gestern auch einigen anderen Kandidat:innen für den Bundestag. Aber auch Ihre Meinung ist gefragt. Zusätzlich möchte ich wissen, ob Sie auch außerhalb von Wahlkampfzeiten für solche Fragen ansprechbar wären. Mit wem könnten Sie zusammenarbeiten, um an der unmenschlichen Abschiebe- und Ausländerpolitik etwas zu ändern? Innerhalb des Parlaments, wenn es gelänge genug Stimmen zu bekommen, aber auch außerhalb des Parlaments mit Menschen, die sich gegen Abschiebung engagieren.

Frage von Olaf S. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 17 Minuten 50 Sekunden

Werter Herr S.,

man könnte es für ein Stück aus dem Tollhaus der deutschen Bürokratie halten, aber wahrscheinlich ist es das nicht. Vielleicht gehen die Taliban eine "demokratische Koalition" mit der ehemaligen Nordallianz oder anderen faschistischen Verbrechern ein und sind dann als Partner "des Westens" wieder hoffähig. Man hätte den Abschiebebeschluss schon mal in der Tasche.

Es ist völlig klar, dass niemand nach Afghanistan abgeschoben werden darf. Mehr noch: Die ganze unmenschliche Abschiebepolitik muss ein Ende haben. Die Leute lassen doch nicht umsonst ihre Heimat und Familie hinter sich und begeben sich auf die oft lebensgefährliche Flucht. Selbstverständlich muss der junge Mann, von dem die NRZ schreibt, geschützt werden.

In- und außerhalb von Wahlkampfzeiten ist der Freundeskreis Flüchtlingssolidarität eine gute Adresse, Solidarität zu üben und den Kampf gegen unmenschliche Behandlung von Flüchtlingen zu führen. Die MLPD ist daran beteiligt und macht das auch selbst. Der Freundeskreis hat das Markenzeichen, dass Flüchtlinge aus aller Welt hier selbst zusammen mit solidarischen Einheimischen tätig werden. Die MLPD verteidigt das Recht auf Flucht, auch wenn sie es sehr unterstützt, wenn Menschen wie die mutigen Frauen der RAWA Afghanistan sagen, sie bleiben im Land, um vor Ort für Freiheit, Demokratie und Sozialismus zu kämpfen.

Bleiben Sie neugierig, interessiert, mutig und aufmüpfig!

Ihr Dirk Willing