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Dirk Willing
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Die MLPD wurde neulich erst (3.2.2020) aus dem Bündnis "Essen stellt sich quer" ausgeschlossen. Wie denken Sie darüber? War das antikommunistisch motiviert?

Unter der Überschrift "Konsequent gegen Rassismus und Faschismus!"
schreibt "Essen stellt sich quer", dass sie am 3.2.2020 mehrheitlich für den Ausschluss der MLPD aus dem Bündnis gestimmt hätten, beteuern jedoch, dass es sich daber um keine politische Entscheidung oder gar antikommunistische Motive gehandelt habe.
Quelle: https://essq.de/index.php/2020/02/15/konsequent-gegen-rassismus-und-faschismus/

Frage von Olaf S. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 59 Minuten 33 Sekunden

Lieber Herr S., Sie haben recht, dass es diesen Ausschluss gab bzw. gibt.

Wer meint, man könne, antifaschistische Arbeit auf antikommunistischer Grundlage leisten, der täuscht sich gewaltig - im besten Falle.

Der Faschismus ist der Todfeind des Kommunismus und jeder Demokratie. Hitler zielte vor allem auf die Zerstörung des "jüdischen Bolschewismus", die Ergebnisse sind bekannt. In diesem Jahr hat selbst Bundespräsident Steinmeier die Opfer und die Rolle der Sowjetunion zur Zeit Stalins gewürdigt im Kampf zur Zerstörung des deutschen Faschismus.

Wer jetzt Kommunisten aus Antifa-Bündnissen ausschließt, widerspricht den wesentlichen Lehren der Geschichte und schließt sich gewollt oder ungewollt der unseligen Extremismus-Theorie an.

Wenn Leute von ESSQ argumentieren, es sei ja nicht antikommunistisch, sondern nur weil die MLPD auch als solche in Erscheinung tritt -  dann kann man das eigentlich nur als lächerlich bezeichnen. Ein Kommunist, der still hinter den Bürgern hertrabt, seine Meinung weder äußert noch zum Ausdruck bringt (mit einer Fahne oder einem Plakat), der wäre hier demnach geduldet. Sobald er oder sie aber "den Mund aufmacht" oder sich sonstwie sich zu erkennen gibt, wird er ausgeschlossen, aus "nicht-antikommunistischen" Gründen. Man muss schon sehr naiv und politisch unerfahren oder falsch informiert, um das zu glauben.

Nichts destotrotz: die MLPD hat immer und wird auch weiterhin in Essen gegen faschistische Umtriebe tätig sein, mit oder ohne den Segen zufälliger Antifabündnis-Sitzungsmehrheiten. Dennoch bleibt der Ausschluss eine Schwächung der antifaschistischen  Bewegung

Mit antifaschistischen Grüßen Dirk Willing