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Carmen Wegge
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Frage von Katia R. •

Denken Sie, dass Frau Warken aus feministischer Sicht eine gute Wahl ist?

Sehr geehrte Frau Wegge, mit großem Befremden habe ich wahrgenommen, dass Sie sich für einen Parteiaufstieg von Frau Warken eingesetzt haben. Vor dem Hintergrund dass Frau Warken gerade zahlreichen in der Pflege und in der Psychotherapie, also in klassischen Frauenberufen arbeitenden Frauen den Boden unter den Füßen wegzieht: halten Sie das aus feministischer Sicht wirklich für sinnvoll? Für viele Frauen und mich ist das nämlich ein Schlag ins Gesicht. Mit freundlichen Grüßen

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Antwort von SPD

Sehr geehrte Frau R.

vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich betrachte die Personalie Nina Warken selbst mit einer Ambivalenz, die im verkürzten Zitat nicht transportiert wurde. 

Als Gesundheitsministerin hat sie mit der beschlossenen GKV-Reform und dem Referentenentwurf zur Pflege Projekte vorangetrieben, die in vielen Teilen inhaltlich nicht akzeptabel waren und sind. Wir haben uns als SPD sehr klar in den Verhandlungen zur GKV-Reform positioniert und konnten viele Vorschläge des Ministeriums (die besonders Frauen belastet hätten) verhindern. Auch bei der Pflegereform sind ihre ersten Vorschläge in großen Teilen so nicht mittragbar und auch aus feministischer Perspektive kritisch.

Das bei den zur Auswahl stehenden Personen Nina Warken als Frau aber auch als sachpolitisch orientierte Politikerin ausgewählt wurde, halte ich für ein positives Signal. Bei allem politischen Dissens, merkt man aus meiner Sicht sehr deutlich, dass im Koalitionsausschuss aktuell mit Bärbel Bas nur eine Frau sitzt. Das führt zu einer starken männlichen Perspektive auf die Probleme, die dort gelöst werden sollen. Eine weibliche Perspektive, insbesondere der Bundesvorsitzenden der Frauen Union, ist trotz auch stark unterschiedlicher politischer Ansichten, ein Gewinn. 

Mit freundlichen Grüßen

Carmen Wegge

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