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Bärbel Bas
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Frage von Franziska F. •

Sollte sich die gesetzliche Rente in Zukunft an der Zahl der gearbeiteten Jahre orientieren: Haben Sie neben der Erwerbsarbeit die unbezahlte Sorgearbeit als wesentlichen Wirtschaftsfaktor im Blick?

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Antwort von SPD

Sehr geehrte Frau F.

Care-Arbeit – wie die Betreuung und Unterstützung von Angehörigen oder die Erziehung von Kindern – ist für unsere Gesellschaft von unschätzbarem Wert und verdient Anerkennung. Auch im Rentenrecht. Hier haben wir im vergangenen Jahr mit der Vollendung der Mütterrente, die Kindererziehungszeiten unabhängig von deren Geburtsjahr gleichstellt, eine weitere Verbesserung beschlossen.

Ganz persönlich bin ich davon überzeugt, dass wir einen anderen gesellschaftlichen Umgang mit Care-Arbeit brauchen. Echte Gleichstellung ist für mich ein sehr wichtiges Ziel und Frauen leisten im Schnitt 9 Stunden mehr unbezahlte Care-Arbeit als Männer - und das jede Woche! Und der „Mental Load“ kommt noch dazu. Viele Mütter in Teilzeit würden gerne mehr arbeiten. Sie können es aber nicht, weil Betreuungsplätze fehlen oder das Ehegattensplitting veraltete Rollenbilder zementiert.

Die von Ihnen angesprochene Einführung einer Altersrente, die einen Renteneintritt allein nach Beitragsjahren vorsieht, ist von der Alterssicherungskommission nicht empfohlen worden. Der Kommission war es wichtig, stattdessen eine Regelung für diejenigen zu schaffen, die lange eingezahlt haben und kurz vor der Rente aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in ihrem Beruf arbeiten können. Sie werden nicht mehr auf andere Tätigkeiten verwiesen, sondern können früher in Rente. Die genaue Ausgestaltung bei der Umsetzung bleibt abzuwarten. 

Mit freundlichen Grüßen 

Bärbel Bas

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