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Armand Zorn
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Frage von Ralf H. •

Stimmen Sie der automatischen Kopplung des Rentenalters zu ja oder nein?

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Antwort von SPD

Sehr geehrter Herr H.

vielen Dank für Ihre Frage zur sogenannten „automatischen Kopplung“ des Renteneintrittsalters. Sie sprechen damit ein Thema an, das viele Menschen in unserem Land umtreibt und das tatsächlich auch innerhalb der SPD sehr intensiv diskutiert wird. 

Ja, ich halte eine Kopplung des gesetzlichen Renteneintrittsalters an die Entwicklung der Lebenserwartung grundsätzlich für vertretbar. Entscheidend ist für mich jedoch, wie sie ausgestaltet wird. 

Die Alterssicherungskommission hat vorgeschlagen, zusätzliche Lebenszeit im Verhältnis zwei zu eins auf die Erwerbs- und die Rentenphase zu verteilen. Nach derzeitigem Stand würde die Regelaltersgrenze dadurch zwischen 2031 und 2041 schrittweise von 67 auf ungefähr 67 Jahre und sechs Monate steigen. Eine entsprechende gesetzliche Regelung ist vom Bundestag bislang noch nicht beschlossen worden. 

Meine Zustimmung ist an klare soziale Bedingungen geknüpft. Menschen, die früh in das Berufsleben eingestiegen sind, jahrzehntelang körperlich oder psychisch belastende Arbeit geleistet haben oder aus gesundheitlichen Gründen nicht länger arbeiten können, dürfen durch eine solche Reform nicht benachteiligt werden. Für sie brauchen wir verlässliche und sozial gerechte Möglichkeiten eines früheren Renteneintritts. Ebenso müssen altersgerechte Arbeitsplätze, Prävention und Rehabilitation deutlich gestärkt werden. 

Eine schematische Anhebung ohne Rücksicht auf unterschiedliche Erwerbsbiografien und gesundheitliche Belastungen lehne ich ab. Einer moderaten, regelmäßig überprüften Anpassung als Teil einer umfassenden und sozial ausgewogenen Rentenreform kann ich dagegen zustimmen. 

Mit freundlichen Grüßen 

Armand Zorn

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