Nach den neuen Rentenplänen muss ich ca. 50 Jahre einzahlen, um die abschlagsfreie Rente zu erhalten. Was ist daran sozial oder gerecht?
Sehr geehrte Frau Glöckner,Ich bin Jahrgang 1968 und kann derzeit mit 65 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen. Dann habe ich aber bereits 47 Jahre lang Beiträge gezahlt. In Deutschland liegt der Durchschnitt der Erwerbstätigkeit meines Wissens bei 40 Jahren. Nach den neuen Rentenplänen muss ich bis 67 Jahre und 4 Monate arbeiten, also fas 50 Jahre. Was finden Sie daran gerecht?Die Wirtschaft hält das angesichts des Fachkräftemangels für gerecht, hält aber an der Rente nach 35 Jahres fest genauso wie Sie. Das ist doch sinnwidrig oder geht es nur darum, dass Beschäftigte früher in Rente gehen sollen um Abschläge vornehmen zu können?Das Argument Generationengerechtigkeit kann auch nicht greifen. Viele junge Menschen fangen doch erst später an zu arbeiten. Wo ist die Verantwortung dieser Menschen gegenüber der Versichertengemeinschaft. Man kann die Verantwortung nicht immer auf die ältere Generation schieben.

