Sehr geehrter Herr Schwab, mit der neuen Euro-7-Norm werden die Grenzwerte weiter begrenzt. Die EU behauptet das die zusätlichen Kosten pro Fahrzeug sich auf ca 120€ beschränken. Ist das wirklich so?
Sehr geehrter Herr D.
Die Europäische Kommission verfolgt mit der Euro-7-Verordnung das Ziel, gesundheitsschädliche Emissionen aus dem Straßenverkehr deutlich zu reduzieren. Dabei baut der Vorschlag bewusst auf bestehenden Emissionskontrollsystemen auf und setzt auf Technologien, die bereits heute am Markt verfügbar sind. Nach Angaben der Kommission im Impact Assessment (s. SWD(2022) 359 final) werden die zusätzlichen Kosten für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge auf etwa 90 bis 150 Euro pro Fahrzeug geschätzt. Gleichzeitig geht die Kommission davon aus, dass der gesellschaftliche Nutzen, insbesondere durch bessere Luftqualität und geringere Gesundheitskosten, etwa fünfmal höher ausfallen wird.
Die tatsächlichen Kosten können je nach Umsetzung durch die Hersteller variieren. Entscheidend wird sein, wie effizient die Industrie die Anforderungen in bestehende Systeme integriert. Aus politischer Sicht ist Euro 7 notwendig, um weiterhin Fortschritte beim Gesundheitsschutz und bei der Luftqualität zu erzielen. Gleichzeitig muss darauf geachtet werden, dass die Anforderungen verhältnismäßig bleiben und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie nicht beeinträchtigen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Andreas Schwab

