Alois Rainer MdB
Alois Rainer
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Frage von Stefanie Carmen N. •

Werden Sie sich gegen die erneute EU-Genehmigung eines Pflanzenschutzwirkstoffs einsetzen, wenn dieser nachweislich zu dauerhaften TFA-Einträgen ins Grundwasser führt?

In Ihrer Antwort vom 18.09.2026 erläutern Sie das laufende Einstufungs- und Zulassungsverfahren sowie, dass TFA aus verschiedenen Quellen stammt. Meine ursprüngliche Frage zielte jedoch auf die konkrete deutsche Position bei den laufenden EU-Erneuerungsverfahren.

Mir geht es ausdrücklich nicht darum, ob die Landwirtschaft die einzige oder größte TFA-Quelle ist, sondern wie Deutschland mit einer vermeidbaren Quelle umgeht, wenn ein Pflanzenschutzwirkstoff zu dauerhaften TFA-Einträgen ins Grundwasser führt.

Ich würde mich daher über eine konkrete Antwort freuen, ob Deutschland in einem solchen Fall gegen eine Erneuerung der Wirkstoffgenehmigung stimmen bzw. sich auf EU-Ebene dagegen einsetzen würde.

Alois Rainer MdB
Antwort von CSU

Sehr geehrte Frau N.,

vielen Dank für Ihre Nachfrage. Wie bereits in meiner vorherigen Antwort dargestellt, wird im Pflanzenschutzrecht für jeden Wirkstoff und jedes Produkt im Einzelfall geprüft, ob die Voraussetzungen für eine Genehmigung bzw. Zulassung erfüllt sind.

Wenn die Voraussetzungen für die Genehmigung eines Wirkstoffs aus Sicht der zuständigen deutschen Bewertungsbehörden nicht erfüllt sind, wird Deutschland gegen eine erneute EU-Genehmigung bzw. für die Nicht-Erneuerung der Genehmigung dieses Wirkstoffs stimmen.

Eine pauschale grundsätzliche Position Deutschlands für alle laufenden EU-Erneuerungsverfahren kann es allerdings nicht geben. Die Auswirkungen der (öko-)toxikologischen Relevanz eines Metaboliten wie TFA auf die jeweilige Wirkstoffgenehmigung können nicht losgelöst vom konkreten Wirkstoff und dessen Eigenschaften beurteilt werden. Entscheidend ist vielmehr die Bewertung im jeweiligen Einzelfall, insbesondere hinsichtlich der tatsächlich zu erwartenden TFA-Bildung und möglicher Einträge in das Grundwasser sowie der geltenden Zulassungskriterien.

Damit ist für mich klar: Führt die fachliche Bewertung bei einem konkreten Wirkstoff zu dem Ergebnis, dass die gesetzlichen Voraussetzungen für eine erneute Genehmigung nicht erfüllt sind, wird Deutschland sich entsprechend gegen die Erneuerung einsetzen.

Freundliche Grüße

Alois Rainer

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