Alois Rainer MdB
Alois Rainer
CSU
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Frage von Alexander H. •

Warum schützen Sie weder Menschen noch landwirtschaftliche Betriebe vor dem Import verbotener Pestizide und verweigern hier europäische Verbundenheit und Schutz gegenüber Nicht-EU Herstellern?

Alois Rainer MdB
Antwort von CSU

Sehr geehrter Herr H., 

die Sicherheit von Lebensmitteln und damit der Schutz der Gesundheit der Verbraucherinnen und Verbraucher hat für mich oberste Priorität. Das bedeutet konkret: Es dürfen nur sichere Lebensmittel eingeführt und in Verkehr gebracht werden. Das gilt auch für Rückstände von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen – unabhängig davon, ob es sich um in der EU genehmigte oder nicht genehmigte Wirkstoffe handelt. Für Pflanzenschutzmittel gibt es ein dichtes Regelwerk mit strengen Prüfungen, unter anderem durch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Dies gilt auch für Importe: Rückstandshöchstgehalte müssen eingehalten werden; bei Überschreitungen dürfen Produkte nicht verkauft werden. 

Zugleich setzen wir uns für einen wissenschafts- und risikobasierten Ansatz im Einklang mit den internationalen Verpflichtungen der EU ein. Bewährte und international anerkannte Verfahren sollten weiterhin Grundlage der Bewertung bleiben. Neben der Lebensmittelsicherheit sind dabei auch WTO-Kompatibilität, mögliche Handelskonflikte sowie Auswirkungen auf Landwirtschaft, Lebensmittelwirtschaft und Versorgungssicherheit zu berücksichtigen. Aus deutscher Sicht besteht zum Vorschlag der EU-Kommission weiterhin noch Prüf- und Abstimmungsbedarf. Die von der Kommission eingeleitete Folgenabschätzung ist daher der richtige Weg.

Freundliche Grüße

Alois Rainer 

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