Stimmen Sie der Kürzung des Elterngeldes und drei Pflichtmonaten zu?
Sehr geehrter Herr Rainer,
Bundesfamilienministerin Karin Prien plant, die Bezugsdauer des Elterngeldes von 14 auf 12 Monate zu verkürzen und drei Partnermonate vorzuschreiben.
Dadurch erhält der hauptsächlich betreuende Elternteil höchstens neun Monate Elterngeld. Für viele Familien entstehen so eine finanzielle Lücke und Probleme einen Kita-Platz zu finden. Zudem benachteiligt es stillende Mütter.
Die Erhöhung des Mindestbetrags von 300 auf 330 Euro ist kein Inflationsausgleich: 14 Monate zu 300 Euro ergeben 4.200 Euro, zwölf Monate zu 330 Euro nur 3.960 Euro. Familien erhalten insgesamt weniger Geld.
Eine solche Reform erhöht das Armutsrisiko von Familien ausgerechnet in einem Staat, der sich mehr Kinder wünscht.
Werden Sie einer Verkürzung der Elterngeldbezugsdauer zustimmen und sich dafür einsetzen, dass die bisherigen 14 Monate erhalten bleiben und das Elterngeld an die Inflation angepasst wird?

