Sehr geehrter Herr Throm, die Wahlerfolge der AfD nehmen trotz intensiver Bemühungen demokratischer Parteien weiter zu. Was tun Sie in Ihrer Partei um diese Entwicklung zu stoppen?
Meine Bitte:
Die Bertelsmann-Studie zeigt: 44 Prozent der AfD-Sympathisanten sind nicht rechtsextrem – sie sind erreichbar durch gute Politik. Nutzen Sie diese Chance:
Investieren Sie sichtbar in vernachlässigte Regionen
Kommunizieren Sie wirtschaftliche Zukunftsperspektiven statt Angstthemen
Setzen Sie eigene Schwerpunkte statt auf AfD-Agenda zu reagieren
Bieten Sie konkrete Lösungen für reale Probleme
Die Wissenschaft liefert den Kompass. Es liegt an uns, diesen Kurs auch zu gehen.
Ich würde mich freuen, von Ihren Überlegungen dazu zu hören.
Mit freundlichen Grüßen
Quellenverzeichnis:
Bertelsmann-Studie (2021): AfD-Wählerschaft
Kiel Institut für Weltwirtschaft: Gold, R. & Lehr, J. - Öffentliche Investitionen und Rechtspopulismus
DIW Berlin (2024/2025): Studien zu strukturschwachen Regionen und Wirtschaftspolitik
Hans-Böckler-Stiftung (2024): Hövermann, A. - Strategien gegen die AfD
European Journal of Political Research (2025): Medienanalyse (520.000+ Artikel)
Vielen Dank für Ihre Nachricht. Ihren Ausgangspunkt teile ich: Viele, die heute mit der AfD sympathisieren, sind nicht verloren, sondern enttäuscht und über gute Politik erreichbar.
Der beste Weg gegen die AfD ist, die Probleme zu lösen, die die Menschen zu ihr treiben, statt nur über sie zu reden. Beim Thema Migration tun wir genau das: Die Zahl der Asylanträge ist binnen eines Jahres um über die Hälfte gesunken, der Grenzschutz wurde ausgeweitet, straffällige Ausländer werden konsequent abgeschoben. Dazu kommen niedrigere Energiekosten, Steuerentlastungen und die größte Investitionsoffensive seit der Wiedervereinigung, gerade für Regionen, die sich abgehängt fühlen. Ihr Rat, dort sichtbar zu investieren, trifft genau unseren Kurs. Das Ziel ist die innere Befriedung im Land.
Eines ist für mich aber klar: Mit der AfD arbeiten wir nicht zusammen. Und wo aus ihren Reihen unsere Demokratie verächtlich gemacht wird oder man sich an Putin anbiedert, sage ich das offen.
Beides gehört zusammen: bessere Politik machen und klare Kante zeigen, wo Grenzen überschritten werden.

