Guten Tag Frau Brugger, Warum werden Beitragszahler nicht stärker in die Diskussion über Umfang und Ausrichtung des öffentlich-rechtlichen Unterhaltungsprogramms einbezogen?
Sehr geehrte Frau Brugger,
mir ist wichtig zu betonen, dass ich die Unabhängigkeit von Nachrichten und politischer Berichterstattung ausdrücklich unterstütze. Eine Einflussnahme von Bürgern oder politischen Mehrheiten auf redaktionelle Entscheidungen halte ich für problematisch.
Anders bewerte ich jedoch den Bereich der Unterhaltung. Formate wie Krimiserien, Musiksendungen, das Traumschiff, der Fernsehgarten oder kostenintensive Sportrechte werden ebenfalls aus dem Rundfunkbeitrag finanziert. Die Bürgerinnen und Bürger haben derzeit jedoch kaum Möglichkeiten, Einfluss auf Umfang und Prioritäten dieser Angebote zu nehmen.
Sollte es aus Ihrer Sicht Instrumente geben, mit denen Beitragszahler regelmäßig ihre Einschätzung zur Ausgestaltung des Unterhaltungsangebots des öffentlich-rechtlichen Rundfunks einbringen können? Wäre es denkbar, dass solche Rückmeldungen bei der Festlegung des Programmauftrags stärker berücksichtigt werden?
Mit freundlichen Grüßen

