(...) Wie Sie allerdings zu der Annahme kommen, dass sowohl für mich persönlich, das Parlament oder die Bundesregierung die Organtransplantation als prioritäre Therapieempfehlung anzusetzen ist, erschließt sich mir nicht. Es gilt immerhin die unumstößliche Therapiefreiheit der Ärzteschaft. (...)
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(...) Die Anzahl von Organspenderinnen und Organspendern reicht nach wie vor bei Weitem nicht aus, um den Bedarf an Spenderorganen zu decken. Aus meiner Sicht ist es daher sinnvoll und notwendig, für die Bereitschaft zur Organspende verstärkt zu werben. (...)
(...) Bezüglich ihrer Fragen kann ich Ihnen mitteilen, dass wir ein digitales Spendenregister befürworten. Für die beiden von Ihnen angesprochenen Probleme müssen im Zuge diesbezüglicher Überlegungen selbstverständlich ebenfalls Lösungen gefunden werden. (...)
(...) Ich werde deshalb Ihre Vorschläge gern aufgreifen und die Problematik weiter qualifiziert mit dem Ziel thematisieren eine sinnvolle Regelung umzusetzen. Es sollte zum Beispiel sichergestellt sein, dass die Institution, die die Organe verpflanzt nicht selbst über die Organe verfügen kann. Bei der Widerspruchslösung muss zuvor die die Art und Weise der Widerspruchseinlegung sowie deren Archivierung, Dokumentation und Einsehbarkeit geregelt sein. (...)
(...) Was meine persönliche Meinung angeht, tendiere ich langfristig zu einer doppelten Widerspruchslösung. Diese sieht vor, dass sowohl der Verstorbene zu Lebzeiten als auch dessen Angehörige der Organentnahme widersprechen können. (...)