Honig-Richtlinie

15 Jan 2014

Mit insgesamt 430 zu 224 Stimmen hat das EU-Parlament für eine von der EU-Kommission vorgeschlagene Änderung der „Honig-Richtlinie“ gestimmt. Gentechnisch veränderte Pollen müssen demnach nicht mehr angegeben werden.

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  • Abstimmung auf einer Zeitleiste

    24.11.2009
    Internetsperren (Telekom-Paket)
    09.02.2010
    Bestätigung der EU-Kommission
    10.03.2010
    Besteuerung von Finanzgeschäften
    Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU
    19.05.2010
    Verbot des Fleischklebers Thrombin
    16.06.2010
    Bessere Lebensmittelkennzeichnung
    Einführung der Lebensmittel-Ampel
    07.07.2010
    Deckelung von Banker-Boni
    08.07.2010
    SWIFT-Abkommen II
    22.09.2010
    Verbesserte Durchsetzung von Urheberrechten
    20.10.2010
    Verlängerung des Mutterschaftsurlaubs
    08.03.2011
    Einführung einer Finanztransaktionssteuer
    07.04.2011
    Gemeinsame Sicherheitsstandards bei AKW
    08.06.2011
    Erweiterung des Schengen-Raumes
    23.06.2011
    Europaweite Regeln für Onlinegeschäfte
    Verbot von Atommüllexporten
    05.07.2011
    Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen
    06.07.2011
    Frauenquote für Führungspositionen
    13.09.2011
    Neue Bestimmungen für FRONTEX-Einsätze
    28.09.2011
    Vermeidung makroökonomischer Ungleichgewichte
    Durchsetzungsmaßnahmen
    Haushaltspolitische Überwachung
    Überwachung der Wirtschaftspolitiken
    Anforderungen an die haushaltspolitischen Rahmen der Mitgliedstaaten
    Verfahren bei übermäßigem Defizit
    01.12.2011
    Neuer Verhaltenskodex für Abgeordnete
    15.04.2012
    Fluggastdaten-Abkommen mit den USA
    19.04.2012
    Einheitliche Besteuerung von Energieträgern
    12.06.2012
    Einrichtung einer europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Eurodac)
    13.06.2012
    Zollvergünstigungen für Entwicklungsländer
    Entschließungsantrag zum Waffenhandel
    03.07.2012
    Einführung neuer LKW-Fahrtenschreiber
    04.07.2012
    ACTA-Abkommen
    13.03.2013
    EU-Finanzplan 2014-2020
    16.04.2013
    Verknappung von CO2-Zertifikaten
    Deckelung von Banker-Boni
    12.09.2013
    Einführung einer allgemeinen Bankenaufsicht
    13.09.2013
    Europaweite Einschränkung des Online-Glücksspiels
    08.10.2013
    Tabakrichtlinie
    10.10.2013
    Europäisches Grenzüberwachungssystem (Eurosur)
    22.10.2013
    Aussetzung des SWIFT-Abkommens mit den USA
    10.12.2013
    Estrela-Bericht zur »sexuellen und reproduktiven Gesundheit«
    15.01.2014
    Honig-Richtlinie
    04.02.2014
    Schutz der Grundrechte von LGBTI-Personen (Lunacek-Bericht)
    26.02.2014
    Verschärfung der Tabakrichtlinien
    Entschließungsantrag zum Thema Sexuelle Ausbeutung
    12.03.2014
    Aussetzung von Verhandlungen mit USA wegen NSA-Überwachung
    03.04.2014
    Telekommunikationsverordnung (u.a. Netzneutralität)
    15.04.2014
    Verbindliches Lobbyregister
    16.04.2014
    Investorenschutz in der EU

    Kommentare

    Derzeit ist in Deutschland kein Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen erlaubt und deshalb auch kein Anbau. Allerdings steht ein genveränderter Mais, ",NK 1507",, in der ",Warteschlange", angebaut werden zu dürfen! Demnächst muss auch Deutschland darüber abstimmen und es ist zu hoffen, dass Deutschland weiterhin den GVO-Anbau ablehnt.

    Gentechnik dient vor allem der Monopolisierung der Ernährung.
    Bereits jetzt ist der verantwortungslose Umgang der Konzerne erkennbar, die ausschließlich ihren wirtschaftlichen Interessen folgen. Schon der Kampf der Konzerne gegen jede Form der Offenlegung von Herkunft, Behandlung und Inhalt der Produkte macht dies deutlich.

    Es werden vor allem Sorten hergestellt, die sich nicht allein vermehren, so dass der Bauer jedes Jahr neues Saatgut kaufen muß, oder die ständig mit genau auf das Saatgut abgestimmten chemischen Mitteln behandelt werden müssen, die nur vom Saatguthersteller bezogen werden dürfen.

    Hier muß der Gesetzgeber mit entsprechenden Restriktioonen und Kontrollen eingreifen. Am Ende der Bankenkrise ergab die Ursachenanalyse der Banker mangelnde Kontrolle der Aufsichtsbehörden und Gesetzgeber. Der selbe Mechanismus ist hier erkennbar.

    Einer Reduktion der Artenvielfalt birgt erhebliche Risiken. Probleme oder Fehler mit einer Pflanze führen bei einem hohen Verbreitungsgrad zu entsprechend hohen Folgekosten und könnten sogar die Versorgung gefährden.

    In dem die Industrie gezielt die Diskussion auf das Thema gesundheitlich verträglich reduziert lenkt sie von der eigentlichen Problematik ab. Durchaus denkbar, das mittels Genveränderung sogar gesündere Produkte hergestellt werden könnten, im Vordergrund steht jedoch, die Steuerung der Diskussion über gesundheitliche Risiken durch Gutachten und Untersuchungen.

    Interesannter Weise werden diese Punkte kaum diskutiert.

    Es ist schade, daß es Parlamentarier gibt, denen der Wählerwille scheißegal ist. Hauptsache das Geld stimmt. Die Befürworter sollen dann auch den Genmist fressen.

    Auch wenn in diesem Jahr noch keine GVO in Deutschland neu angebaut wurden, besteht kein Grund zum Jubeln...

    Gesamtanbau (Anbau + Freisetzung) GVO Deutschland:

    2005: 3.666.600 qm
    2006: 9.554.004 qm
    2007: 27.531.508 qm
    2008: 32.009.621 qm
    2009: 303.768 qm
    2010: 279.798 qm
    2011: 93.406 qm
    2012: 8.000 qm
    2013: 1.800 qm

    Gesamt: 73.448.505 qm = ca 11.300 Fußballfelder

    (Quelle: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit BVL - Stand: 25.02.14)

    Da sich die Pflanzen natürlicherweise Ausbreiten - und das kann niemand aufhalten - dürfte die ",kontaminierte", Fläche deutlich höher sein...

    Wohl bekomms...

    Nun darf ja Gemais in Europa angebaut werden und
    Pollen kennen keine Grenzen! Wieso ist man so gegen eine
    Kennzeichnungspflicht? Was bitte spricht dagegen wenn doch der
    Verbraucher mündig ist und doch selbst entscheiden kann was er
    kaufen will oder nicht. Können Sie mir dies bitte erklären.

    Wie ist eigentlich die momentane Rechtslage in BRD zur Aussaat. Von GVO-Pflanzen? Dürfen diese in Deutschland außer evtl. In Versuchsanstalten (triesdorf) in offener Fläche gesät werden, dann liegt es in Verbraucherhand. Trotzdem sehe ich die Verbrauchermehrheit mit dieser Entscheidung hintergangen.

    Auch wenn hier auf den ersten Blick Verbraucherrechte ausgehebelt und Verbraucherschutz geopfert wurde, so hat es der Verbraucher letztendlich in der Hand selbst zu entscheiden ob er Importhonig kauft oder sich vertrauensvoll an den lokalen Imker wendet. Anders als in anderen Mitgliedsstaaten ist die Zahl der GVO in der Bundesrepublik derzeit gering und somit können die hiesigen Honige weitestgehend als GVO-Frei bezeichnet werden.

    1. Der Europäische Gerichtshof wurde von Kommission und Europäischem Parlament düpiert. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
    2. Die Berichterstattung in den Medien ist oberflächlich. Und wer hat schon Zeit für eigene Recherchen, ich nicht. Da wurde also eine Honig-Richtlinie geändert. Die bisherige Kennzeichnungspflicht basierte aber auf einer EU-Verordnung über Lebens- und Futtermittel. Wenn die unklar ist, dann muss sie eben entsprechend präzisiert werden. Warum schreibt das niemand?
    3. Wenn ich mich richtig erinnere ist in der Verordnung von technisch unvermeidbaren Verunreinigungen die Rede. Es wäre zu prüfen, ob dies nicht auf GVO-Pollen zutrifft.
    4. Der obige Satz, der angeblich aus dem Kommissionsvorschlag stammt, erscheint mir unlogisch : „Demzufolge sei nicht mehr zwischen natürlichen Pollen und GVO-Pollen, also gentechnisch veränderten Pollen, zu unterscheiden“. Natürlich kann man die beiden Sorten unterscheiden ! Fragt sich nur, welche Konsequenzen man daraus zieht.
    5. Hätte man die Parlamentarier darüber entscheiden lassen, ob Honig mit GVO-Bestandteilen gekennzeichnet werden soll oder nicht, dann hätte mancher sich vielleicht anders entschieden. Dies ist die wesentliche Frage, die bei all den technischen und juristischen Spitzfindigkeiten leider untergegangen ist.

    Es ist ein Frechheit den Bio-Bauern und Imkern den kostspieligen Nachweis gentechnikfreier Nahrungsmittel aufzubürden, während die eigentlichen Produzenten von dieser Kennzeichnungspflicht ausgenommen sind!!

    Ich will den transgenen Dreck der Waffen-Konzerne Dupont, Monsanto und Co nicht! Deren Ignoranz und die Feigheit unserer Politiker machen mich unglaublich zornig!

    Weder ist die Ungefährlichkeit für Mensch und Tier ausreichend belegt worden noch der höhere Nutzen dieser transgenen Pflanzen. Wir werden zu Versuchstieren gemacht im Namen einer zweifelhaften Technologie, deren Saat sich unkontrolliert und irreversibel ausbreitet und augenscheinlich nur dem Profit der Konzerne geschuldet ist. Patente werden auf Lebewesen erteilt - der vermeintlich höchste Wert Christlicher Moral ",Schutz und Unversehrtheit des Lebens", ein bloßes Lippenbekenntnis... erbärmlich

    Eine LABEL-PFLICHT für GVO-enthaltende Lebensmittel muß her!

    Es hätte mir besser gefallen wenn sich alle Abgeordneten im Sinne der Wähler verhalten hätten. Jetzt müssen wir auch noch Genhonig über uns ergehen lassen.

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