Deckelung von Banker-Boni

7 Jul 2010

Das Europäische Parlament hat eine Deckelung auf bar und im Voraus zu zahlende Boni beschlossen. Damit gelten in der EU künftig die weltweit strengsten Regelungen für Bonuszahlungen an Bank-Manager.

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Abstimmung auf einer Zeitleiste

24.11.2009
Internetsperren (Telekom-Paket)
09.02.2010
Bestätigung der EU-Kommission
10.03.2010
Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU
Besteuerung von Finanzgeschäften
19.05.2010
Verbot des Fleischklebers Thrombin
16.06.2010
Bessere Lebensmittelkennzeichnung
Einführung der Lebensmittel-Ampel
07.07.2010
Deckelung von Banker-Boni
08.07.2010
SWIFT-Abkommen II
22.09.2010
Verbesserte Durchsetzung von Urheberrechten
20.10.2010
Verlängerung des Mutterschaftsurlaubs
08.03.2011
Einführung einer Finanztransaktionssteuer
07.04.2011
Gemeinsame Sicherheitsstandards bei AKW
08.06.2011
Erweiterung des Schengen-Raumes
23.06.2011
Verbot von Atommüllexporten
Europaweite Regeln für Onlinegeschäfte
05.07.2011
Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen
06.07.2011
Frauenquote für Führungspositionen
13.09.2011
Neue Bestimmungen für FRONTEX-Einsätze
28.09.2011
Anforderungen an die haushaltspolitischen Rahmen der Mitgliedstaaten
Verfahren bei übermäßigem Defizit
Vermeidung makroökonomischer Ungleichgewichte
Durchsetzungsmaßnahmen
Haushaltspolitische Überwachung
Überwachung der Wirtschaftspolitiken
01.12.2011
Neuer Verhaltenskodex für Abgeordnete
15.04.2012
Fluggastdaten-Abkommen mit den USA
19.04.2012
Einheitliche Besteuerung von Energieträgern
12.06.2012
Einrichtung einer europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Eurodac)
13.06.2012
Zollvergünstigungen für Entwicklungsländer
Entschließungsantrag zum Waffenhandel
03.07.2012
Einführung neuer LKW-Fahrtenschreiber
04.07.2012
ACTA-Abkommen
13.03.2013
EU-Finanzplan 2014-2020
16.04.2013
Verknappung von CO2-Zertifikaten
Deckelung von Banker-Boni
12.09.2013
Einführung einer allgemeinen Bankenaufsicht
13.09.2013
Europaweite Einschränkung des Online-Glücksspiels
08.10.2013
Tabakrichtlinie
10.10.2013
Europäisches Grenzüberwachungssystem (Eurosur)
22.10.2013
Aussetzung des SWIFT-Abkommens mit den USA
10.12.2013
Estrela-Bericht zur »sexuellen und reproduktiven Gesundheit«
15.01.2014
Honig-Richtlinie
04.02.2014
Schutz der Grundrechte von LGBTI-Personen (Lunacek-Bericht)
26.02.2014
Verschärfung der Tabakrichtlinien
Entschließungsantrag zum Thema Sexuelle Ausbeutung
12.03.2014
Aussetzung von Verhandlungen mit USA wegen NSA-Überwachung
03.04.2014
Telekommunikationsverordnung (u.a. Netzneutralität)
15.04.2014
Verbindliches Lobbyregister
16.04.2014
Investorenschutz in der EU

Kommentare

du stellst es ja so dar als wenn die anderen es nicht verstanden hätten.
das halte ich für sehr blauäugig. man sollte nie denken politiker seien doof. nur manchmal entziehen sich einem die schleierhaften motive dahinter, und man denkt sie handelten aus dummheit so. Ich glaube fast jede entscheidung eines politikers ist eiskalt kalkuliert. und wenn hinterher behauptet wird, gesetzteslücken wurden ausgenutzt das war so nicht gewollt. sollte man 2 mal hinschauen und erkennt oft steht doch irgendein riesen konzern dahinter der davon profitiert. ich denke auch nicht das diese boni-banker gesetze was bringen, da es auch nur herumdoktorei an den symptomen unserer probleme ist.

schon wieder eine Mogelpackung die so umformuliert wurde als wäre sie was Gutes. an dem Problem der Bankerboni und -gehälter wurde absolut GAR NICHTS verändert. es wurden die fetten Bankerboni einfach nur zeitlich nach hinten verschoben damit dann ",Gras darüber wächst", und so das dumme Volk ja nichts mitbekommt von den Zahlungen.

dieses Gesetz auch noch ",Deckelung von Banker-Boni", zu nennen ist schon eine Frechheit, denn gedeckelt wird hier gar nichts.

die einzigen, die hier wieder einmal im Interesse der Wähler abgestimmt haben waren DIE LINKE

Die Begründung der Ablehnung durch die Linke würden mich an dieser Stelle auch sehr interessieren.

Sehr geehrter Herr ,

hohe Boni für führende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Finanzinstituten sind in der Tat ein Problem. Sie sollen zu Geschäften motivieren, die den Gewinn kurzfristig deutlich steigern, aber oft auch ein hohes Risiko beinhalten. Gewissenloses Handeln wird gleichsam belohnt.

Besonders hat nicht nur mich empört, dass selbst Banker in solchen Banken, die mit Steuergeldern gerettet oder gestützt wurden, unmittelbar nach der Krise schon wieder große Boni einstrichen. DIE LINKE. hingegen hatte sich für eine Begrenzung der Banker-Boni eingesetzt.

Der dem Europäischen Parlament zur Abstimmung vorgelegte Bericht von Arlene McCarthy über die Begrenzung von Bankerboni, war dafür eine durchaus brauchbare Grundlage, ging allerdings noch nicht weit genug. Demzufolge haben sich die Abgeordneten der GUE/NGL, meiner Fraktion, und der Grünen im Ausschuss zunächst enthalten. Im weiteren Verfahren wurde die Entschließung noch weiter aufgeweicht. Zum Schluss waren feste Begrenzungen oder Deckelungen für Bankerboni und -gehälter gar nicht mehr enthalten. Alles wurde in ausgesprochen schwammige Formulierungen gehüllt, und an der Praxis der viel zu hohen Boni wurde mit diesem Bericht gar nichts geändert.

Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, die Entschließung bei der Abstimmung im Plenum abzulehnen.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Wils

Diese Blitzmerker

Hä? Wieso die Linken nicht dafür gestimmt haben haben, kann ich mir schon vorstellen...
Sie haben es gelesen und verstanden.

Zwar sollte jeder Abgeordnete nur seinem Gewissen und dem Volke verpflichtet sein, jedoch ist es fragwürdig warum Abgeordnete der Linken gegen die Begrenzung der Banker-Boni stimmen bzw. sich der Stimme enthalten, wo sich doch die Die Linke so vehement für die soziale Gerechtigkeit einsetzt.

Im Auftrag und zum Wohle des Volkes, kann man dieses Verhalten nicht bezeichnen.

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