Deckelung von Banker-Boni

7 Juli 2010
Das Europäische Parlament hat eine Deckelung auf bar und im Voraus zu zahlende Boni beschlossen. Damit gelten in der EU künftig die weltweit strengsten Regelungen für Bonuszahlungen an Bank-Manager.

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Kommentare

du stellst es ja so dar als wenn die anderen es nicht verstanden hätten.
das halte ich für sehr blauäugig. man sollte nie denken politiker seien doof. nur manchmal entziehen sich einem die schleierhaften motive dahinter, und man denkt sie handelten aus dummheit so. Ich glaube fast jede entscheidung eines politikers ist eiskalt kalkuliert. und wenn hinterher behauptet wird, gesetzteslücken wurden ausgenutzt das war so nicht gewollt. sollte man 2 mal hinschauen und erkennt oft steht doch irgendein riesen konzern dahinter der davon profitiert. ich denke auch nicht das diese boni-banker gesetze was bringen, da es auch nur herumdoktorei an den symptomen unserer probleme ist.

schon wieder eine Mogelpackung die so umformuliert wurde als wäre sie was Gutes. an dem Problem der Bankerboni und -gehälter wurde absolut GAR NICHTS verändert. es wurden die fetten Bankerboni einfach nur zeitlich nach hinten verschoben damit dann ",Gras darüber wächst", und so das dumme Volk ja nichts mitbekommt von den Zahlungen.

dieses Gesetz auch noch ",Deckelung von Banker-Boni", zu nennen ist schon eine Frechheit, denn gedeckelt wird hier gar nichts.

die einzigen, die hier wieder einmal im Interesse der Wähler abgestimmt haben waren DIE LINKE

Die Begründung der Ablehnung durch die Linke würden mich an dieser Stelle auch sehr interessieren.

Sehr geehrter Herr ,

hohe Boni für führende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Finanzinstituten sind in der Tat ein Problem. Sie sollen zu Geschäften motivieren, die den Gewinn kurzfristig deutlich steigern, aber oft auch ein hohes Risiko beinhalten. Gewissenloses Handeln wird gleichsam belohnt.

Besonders hat nicht nur mich empört, dass selbst Banker in solchen Banken, die mit Steuergeldern gerettet oder gestützt wurden, unmittelbar nach der Krise schon wieder große Boni einstrichen. DIE LINKE. hingegen hatte sich für eine Begrenzung der Banker-Boni eingesetzt.

Der dem Europäischen Parlament zur Abstimmung vorgelegte Bericht von Arlene McCarthy über die Begrenzung von Bankerboni, war dafür eine durchaus brauchbare Grundlage, ging allerdings noch nicht weit genug. Demzufolge haben sich die Abgeordneten der GUE/NGL, meiner Fraktion, und der Grünen im Ausschuss zunächst enthalten. Im weiteren Verfahren wurde die Entschließung noch weiter aufgeweicht. Zum Schluss waren feste Begrenzungen oder Deckelungen für Bankerboni und -gehälter gar nicht mehr enthalten. Alles wurde in ausgesprochen schwammige Formulierungen gehüllt, und an der Praxis der viel zu hohen Boni wurde mit diesem Bericht gar nichts geändert.

Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, die Entschließung bei der Abstimmung im Plenum abzulehnen.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Wils

Diese Blitzmerker

Hä? Wieso die Linken nicht dafür gestimmt haben haben, kann ich mir schon vorstellen...
Sie haben es gelesen und verstanden.

Zwar sollte jeder Abgeordnete nur seinem Gewissen und dem Volke verpflichtet sein, jedoch ist es fragwürdig warum Abgeordnete der Linken gegen die Begrenzung der Banker-Boni stimmen bzw. sich der Stimme enthalten, wo sich doch die Die Linke so vehement für die soziale Gerechtigkeit einsetzt.

Im Auftrag und zum Wohle des Volkes, kann man dieses Verhalten nicht bezeichnen.

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