Beschlussempfehlung zur Landeserstaufnahmeeinrichtung in Stuttgart-Weilimdorf

Der Landtag von Baden-Württemberg hat über eine Petition (PDF) zur geplanten Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) in Stuttgart-Weilimdorf abgestimmt. Der Petent forderte das Land auf, die weitere Planung und Umsetzung der Einrichtung zu stoppen. Zur Begründung verwies er unter anderem auf bereits bestehende Flüchtlingsunterkünfte in der Umgebung, mögliche Belastungen für die örtliche Infrastruktur und Sicherheitsbedenken. Zudem forderte er eine aus seiner Sicht gerechtere Verteilung von Geflüchteten sowie einen offenen Dialog mit den Anwohner:innen.

Das Land Baden-Württemberg hält dagegen am Standort Stuttgart-Weilimdorf fest. Die geplante LEA soll im Regelbetrieb Platz für bis zu 1.300 Menschen bieten; zusätzlich sind bis zu 500 Plätze als Notkapazität vorgesehen. Land und Stadt Stuttgart hatten sich im November 2025 auf die Einrichtung verständigt. Vorgesehen ist zunächst eine Nutzungsdauer von zehn Jahren, die zweimal um jeweils fünf Jahre verlängert werden kann. Nach Angaben des Landes soll der Standort dazu beitragen, die Kapazitäten für die Erstaufnahme von Geflüchteten auszubauen und im Regierungsbezirk Stuttgart entsprechende Aufnahme- und Verfahrenskapazitäten bereitzuhalten. Das Land verweist außerdem darauf, dass Betreuung, medizinische Versorgung und Kinderbetreuung innerhalb der Erstaufnahmeeinrichtung organisiert werden sollen. Für die LEA und ihr Umfeld ist ein Sicherheitskonzept vorgesehen. Zudem sollen die Bürger:innen im weiteren Verfahren durch Dialog- und Beteiligungsangebote einbezogen werden.

Der Petitionsausschuss empfahl dem Landtag, der Petition nicht abzuhelfen, die Forderung nach einem Stopp der LEA-Planungen also nicht zu übernehmen. In der namentlichen Abstimmung stimmten 107 Abgeordnete für diese Beschlussempfehlung und 34 dagegen. Enthaltungen gab es keine. Damit folgte der Landtag der Empfehlung des Petitionsausschusses und der Petition wurde nicht abgeholfen.

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Dafür gestimmt
107
Dagegen gestimmt
34
Enthalten
0
Nicht beteiligt
16
Abstimmungsverhalten von insgesamt 157 Abgeordneten.
Name Absteigend sortieren FraktionWahlkreisStimmverhalten
Portrait von Peter HaukPeter HaukCDU38 - Neckar-Odenwald Dafür gestimmt
Portrait von Chris HegelChris HegelAfD26 - Aalen Dagegen gestimmt
Portrait von Thomas HentschelThomas HentschelBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN32 - Rastatt Nicht beteiligt
Kurt HermannAfD33 - Baden-Baden Dagegen gestimmt
Portrait von Simon HerzogSimon HerzogCDU59 - Waldshut Dafür gestimmt
Portrait von Oliver HildenbrandOliver HildenbrandBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN3 - Stuttgart III Nicht beteiligt
Portrait von Carl Christian HirschCarl Christian HirschCDU43 - Calw Dafür gestimmt
Portrait von Nicole Hoffmeister-KrautNicole Hoffmeister-KrautCDU63 - Balingen Dafür gestimmt
Portrait von Cindy HolmbergCindy HolmbergBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN61 - Hechingen-Münsingen Dafür gestimmt
Hans-Peter HörnerHans-Peter HörnerAfD63 - Balingen Dagegen gestimmt
Portrait von Isabell HuberIsabell HuberCDU20 - Neckarsulm Nicht beteiligt
Portrait von Michael JoukovMichael JoukovBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN64 - Ulm Nicht beteiligt
Portrait von Hermino KatzensteinHermino KatzensteinBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN41 - Sinsheim Dafür gestimmt
Kai KeuneKai KeuneBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN31 - Ettlingen Dafür gestimmt
Simone KirschbaumSimone KirschbaumSPD17 - Backnang Dafür gestimmt
Miguel KlaußAfD43 - Calw Dagegen gestimmt
Portrait von Dennis KleckerDennis KleckerAfD19 - Eppingen Dagegen gestimmt
Portrait von Dorothea Kliche-BehnkeDorothea Kliche-BehnkeSPD62 - Tübingen Dafür gestimmt
Emely KnorrAfD Dagegen gestimmt
Kandidierendenfoto von Erwin KöhlerErwin KöhlerBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN19 - Eppingen Dafür gestimmt
Christian KöhlerAfD4 - Stuttgart IV Dagegen gestimmt
Michael Kolb Michael KolbCDU24 - Heidenheim Dafür gestimmt
Karlheinz KolbAfD40 - Schwetzingen Dagegen gestimmt
Portrait von Florian KollmannFlorian KollmannBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN34 - Heidelberg Dafür gestimmt
Portrait von Stephan KötheStephan KötheAfD7 - Esslingen Dagegen gestimmt