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Tino Sorge
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Frage von Barbara M. •

Wie rechtfertigen Sie die geplante Budgetierung im Bereich der ambulanten Psychotherapie, auch für Kinder und Jugendliche, angesichts des bereits bestehenden Nachfrageüberhangs?

Lieber Herr Sorge, als langjährig im Ruhrgebiet niedergelassene Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin erlebe ich täglich die Folgen struktureller Unterfinanzierung: monatelange Wartezeiten, verzweifelte Familien und eine Versorgung, die dem tatsächlichen Bedarf (ca. 30 Anfragen/Woche nur bei mir!) in keiner Weise gerecht wird. Sollten psychotherapeutische Leistungen budgetiert werden, lässt sich eine Großzahl meiner laufenden Behandlungen nicht mehr weiterführen und ich muss noch mehr Anfragende abweisen. Etliche Praxenschließungen drohen, da nicht mehr kostendeckend gearbeitet werden kann! Wir können, anders als Ärzte, unsere Arbeit nicht skalieren! Suizid ist im Kindes- und Jugendalter die zweithäufigste Todesursache! Kürzungen in der ambulanten Therapie verschärfen nicht nur individuelles Leid, sondern verursachen langfristig auch höhere gesellschaftliche und wirtschaftliche Kosten (ROI der Psychotherapie: 1:4). Bitte verhindern Sie dies! Wir zählen auf SIE! Vielen Dank!!!

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Antwort von CDU

Sehr geehrte Frau M.,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Die von Ihnen geschilderte Situation in der Versorgung ist so und ähnlich der Bundesregierung und insbesondere dem Bundesgesundheitsministerium bekannt und gibt Anlass für politisches Handeln.

Das Ziel ist es, die Versorgungskapazitäten bedarfsgerecht auszubauen und die Wartezeiten zu reduzieren. Maßnahmen, die zu einer Verknappung der Behandlungsplätze führen könn(t)en, werden kritisch geprüft.

Das Bundesgesundheitsministerium arbeitet an Lösungen, die sowohl die Versorgung stärken als auch die Finanzierbarkeit sichern sollen.

Mit freundlichen Grüßen

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