Welche diplomatischen Schritte unternimmt die Bundesregierung, um die USA zur Offenlegung der Epstein-Akten bezüglich der verschwundenen deutschen Staatsbürgerin Michele zu bewegen?
Sehr geehrter Herr Kanzleramtsminister Frei,
Ihre bisherige Begründung, man könne lediglich auf das US-Justizministerium verweisen, erscheint angesichts der Schwere der Vorwürfe (Menschenhandel, Mordverdacht) als unzureichende Wahrnehmung der staatlichen Fürsorgepflicht für deutsche Staatsbürger.
Wieso sieht die Regierung keinen Anlass, über das Bundesjustizministerium einen proaktiven Dialog zur Akteneinsicht zu erzwingen? Warum wird der Fall – trotz massiver Hinweise auf ein internationales kriminelles Netzwerk – nicht auf Ebene der Innenministerkonferenz priorisiert?
Dass die Bundesregierung bisher lediglich auf die US-Justiz verweist, wirkt angesichts der Schwere der Vorwürfe wie ein Abwälzen der Verantwortung. Wann wird der Schutz deutscher Bürger über diplomatische Zurückhaltung gestellt?
Mit freundlichen Grüßen
Karsten G.

