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Thomas Hering
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Frage von Felix B. •

Wann werden alle Schulen, Kitas und Krankenhäuser voll klimatisiert sein in Hessen, um die teils tödlichen Folgen der Hitzewellen durch den Klimawandel auszugleichen?

Guten Tag Herr Hering,

Die Hessentage in Fulda liegen gerade zurück mit einem extrem heißen Abschluss, wir können von Glück sprechen für alle Mitarbeitern dieses sowie Rettungskräften und Besuchern, dass die Hessentage nicht an diesem Wochenende geendet sind (27.06)

Die Hitze Welle schlägt auch in Fulda massiv zu und trifft nicht nur ältere Menschen, sondern auch alle Kinder und Schüler in ihren Einrichtungen, selbst Kinder und Jugend Einrichtungen die letzten 5 Jahren gebaut wurden haben keine Klimaanlagen, was massive Folgen haben kann.

Zu meiner Frage, in welches Jahr werden alle Schulen, Kitas und Krankenhäuser voll klimatisiert sein, dass unser Jüngstes und Kranke optimal ihren Weg gehen können?

Gelder sind dafür da, denn wenn man 25 Million für den Hessentag ausgeben kann, plus die Mrd Steuerbetrug jedes Jahr plus die Mrd in Wirtschaft schaden durch die Hitze.

mit freundlichen grüßen

F.B

(1) https://tinyurl.com/rzfmmxdy

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Antwort von CDU

Sehr geehrter Herr B.,

bitte haben Sie Verständnis, dass ich keine allumfassenden Aussagen oder Vorhersagen zur Ausstattung öffentlicher Einrichtungen jedweder Art treffen kann. Die von Ihnen angeführten verschiedenen Einrichtungen unterliegen unterschiedlichen Trägerschaften und Finanzierungen.

Für die hessischen Krankenhäuser kann ich in diesem Zusammenhang auf die Erhöhung der Investitionspauschale hinweisen. Für die Schulen in meinem Wahlkreis, die sich in der Trägerschaft von Stadt und Landkreis Fulda befinden, kann ich darauf verweisen, dass diese hinsichtlich Ausstattung und Bauzustand eine Vorreiterrolle einnehmen, was parteiübergreifend anerkannt wird, ohne dass ich aktuell belastbare Angaben zur Klimatisierung einzelner Standorte machen kann. Selbst der Rechnungshof hatte die hohen Ausgaben für Schulen im Landkreis Fulda beanstandet, wogegen ich mich in meinen Redebeiträgen wiederholt verwahrt habe.

Unabhängig davon ist mir bewusst, dass häufiger auftretende Hitzeperioden unsere Schulen vor neue Herausforderungen stellen. Dabei beschränkt sich das Land Hessen nicht allein auf bauliche Maßnahmen. Vielmehr bestehen bereits heute landesweite Empfehlungen und organisatorische Möglichkeiten, um den Schulbetrieb auch während hoher Temperaturen verantwortungsvoll aufrechtzuerhalten. Dazu gehören beispielsweise angepasste Unterrichtsabläufe, regelmäßige Trinkpausen, die Nutzung von Verschattungs- und Lüftungsmöglichkeiten sowie – sofern es die jeweilige Situation erfordert – auch weitergehende organisatorische Entscheidungen durch die Schulleitungen, bis hin zur Erteilung von Hitzefrei. 

Ebenso wichtig ist es aus meiner Sicht, junge Menschen auf die langfristigen ökologischen und gesellschaftlichen Veränderungen vorzubereiten. Deshalb sind Themen wie Klimawandel, Klimaschutz, Biodiversität und ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen seit Jahren fester Bestandteil der schulischen Bildung in Hessen. Darüber hinaus unterstützt das Land die Schulen durch Programme wie die Hessischen Umweltschulen sowie durch zahlreiche Projekte und Fortbildungsangebote für Lehrkräfte. Ziel ist es, die Schulen sowohl bei den praktischen Herausforderungen zunehmender Hitze zu unterstützen als auch Schülerinnen und Schüler auf die Folgen des Klimawandels verantwortungsvoll vorzubereiten.

Wie die weiteren Planungen sämtlicher Einrichtungen aussehen, vermag ich ad hoc nicht darzustellen. Es bleibt daher bei dem Hinweis auf die mir bekannten Leistungen der jeweiligen Träger in meiner Region sowie des Landes Hessen im Rahmen seiner Investitionshilfen. Bereits innerhalb eines Bundeslandes bestehen hierbei erhebliche Unterschiede. Logistische und finanzielle Herausforderungen müssen ebenfalls betrachtet werden, ebenso die Bedeutung gesellschaftlicher Zusammenhalt genannt werden. Letztlich geht es ja nicht nur um die von Ihnen genannten Einrichtungen, sondern auch Privatunterkünfte, bei denen möglicher Weise vulnerable Personen, vor allem ältere Alleinstehende, ohne technische Klimatisierung auskommen müssen. Hier sind wir alle über gute Nachbarschaft oder enge Betreuungsleistungen gefordert, auch im Blick auf Sensibilisierung zu den genannten Modellen für Abhilfe bzw. Erleichterung.

Selbstverständlich ist man als Abgeordneter Generalist und allen Themen gegenüber aufgeschlossen. Das bedeutet auch für mich, mich fortlaufend in unterschiedliche Ressorts einzuarbeiten und Sachverhalte zu recherchieren. So verstehe ich meine Aufgabe als Vermittler und mit dem Servicegedanken für die Menschen meiner Region und darüber hinaus.

Um zugleich den vielfältigen weiteren Anliegen und Anfragen gerecht werden zu können, dürfte es für einen interessierten und möglicherweise auch informierten Bürger wie Sie hilfreich sein, sich in besonders fachspezifischen Fragen unmittelbar an das zuständige Ressort, die fachlich zuständigen Abgeordneten oder auch an die jeweilige Kommune zu wenden. Für meine Person darf ich dennoch in Anspruch nehmen, weder Auskünfte zu verweigern noch Antworten schuldig zu bleiben. Zugleich bitte ich um Verständnis, dass auch ein Abgeordneter nicht sämtliche Themenbereiche bis ins Detail und für alle Regionen gleichermaßen abdecken kann.

Ihren Hinweis auf den Hessentag möchte ich um den Aspekt ergänzen, dass diese Veranstaltung für unzählige Menschen – darunter auch Kranke, Kinder, Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Beeinträchtigungen – ein positives Erlebnis war und sich zugleich durch eine vorbildliche Barrierefreiheit ausgezeichnet hat. Es erscheint mir daher angemessen, bei einer Gesamtbewertung auch die gesellschaftlichen sowie die in vielen Bereichen nachhaltigen wirtschaftlichen Auswirkungen einer solchen Veranstaltung einzubeziehen.

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