Was möchten Sie für die integrative Medizin tun?
Sehr geehrter Herr Gebhart,
Im CDU-Wahlprogramm steht gar nichts zu alternativen Heilmethoden und zur integrativen Medizin. Wie stehen Sie dazu?
Mir ist das sehr wichtig. In meinem Umfeld kenne ich persönlich sehr viele Menschen, die alternative Heilmethoden und die integrative Medizin schon lange nutzen. Wir möchten nicht nur Schulmedizin.
Natürlich will ich optimal versorgt werden (neueste Methoden, Materialien beim Zahnarzt, mein Hörgerät nach neuester Technik, usw.), dafür bin ich dankbar.
Aber ich möchte die Wahl haben. Ich will auch Homöopathie, Naturheilkunde und anthroposophische Medizin nutzen können.
Was möchten Sie dafür tun, dass (sehr viele) Menschen wie ich, das nicht nur weiterhin nutzen können, sondern die integrative Medizin (die die meisten wollen, denke ich) auch in Forschung, Ausbildung und Beratung der Patienten einen noch größeren Platz und mehr (Forschungs)Gelder erhält?
Dankeschön.
Mit freundlichen Grüßen
Nora C.
Sehr geehrte Frau C.,
vielen Dank für Ihre Anfrage zu alternativen Heilmethoden und der Forschungsförderung.
Ich halte es für richtig, dass grundsätzlich Therapiefreiheit gewährt wird. Jeder Mensch, der sich z. B. mit Homöopathie oder Anthroposophie behandeln lassen möchte, soll das tun können. Ebenso richtig finde ich, dass die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten für eine ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Gesundheitsversorgung übernimmt. Der gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) prüft und bewertet daher Behandlungen, Medikament und andere Leistungen sehr genau auf ihren Nutzen hin. Dieser (Zusatz-)nutzen muss wissenschaftlich nachgewiesen werden.
Die Bundesregierung fördert die Gesundheitsforschung z. B. durch die zielgerichtete Verknüpfung, Nutzung und den Aufbau medizinischer Datensätze. Dies geschieht in Anbindung an den Europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS).
Für Rückfragen stehe ich unter thomas.gebhart@bundestag.de gerne zur Verfügung.
Mit besten Grüßen
Thomas Gebhart

