Unterstützen Sie die von der WHO empfohlenen Maßnahmen zur Reduzierung des Alkoholkonsums?
Sehr geehrter Herr Dr. med. Pilsinger,
die WHO empfiehlt im Rahmen ihrer sogenannten „Best Buys“ Maßnahmen zur Reduzierung des Alkoholkonsums, etwa höhere Steuern, Einschränkungen bei Werbung und Verfügbarkeit.
Wie stehen Sie zu diesen Empfehlungen, und setzen Sie sich für deren Umsetzung in Deutschland ein?
Weitere Fragen an Stephan Pilsinger
Aus meiner Sicht ist allerdings entscheidend, dass bei derartigen Großprojekten Kostensteigerungen und Verzögerungen möglichst wirksam vertraglich begrenzt werden. Der Bund muss seine Interessen gegenüber den Auftragnehmern konsequent vertreten.
Über das Gesetz zur Notfallreform wird nun am 20. November 2026 abschließend im Bundesrat beraten. Wir werden die Umsetzung genau beobachten, um sicherzustellen, dass die schrittweise Erweiterung der Altersgrenzen beim Mammographie-Screening finanziell sauber hinterlegt bleibt und die Screening-Zentren handlungsfähig bleiben.
Nun zu Ihrer konkreten Frage: Gerade als praktizierender Hausarzt ist es mir ein Anliegen, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen so gestrickt sind, dass sie in der Realität der Pflege auch funktionieren.
Am 14. Oktober hat das Bundeskabinett inzwischen einen überarbeiteten Vorschlag beschlossen, der nun parlamentarisch beraten werden soll.

