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Stefan Schwartze
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Frage von Sascha L. •

Warum entscheidet bei der neuen Teilarbeitsunfähigkeit (§44c) künftig die Ärztin oder der Arzt statt der Versicherten selbst über den Arbeitsumfang?

Sehr geehrter Herr Schwartze,

der Regierungsentwurf zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sah

vor, dass Versicherte selbst einschätzen, ob sie sich gesundheitlich in der Lage sehen,

während einer Erkrankung teilweise zu arbeiten (§44c SGB V-E). In der vom

Gesundheitsausschuss am 8.7.2026 beschlossenen Fassung entfällt diese Selbsteinschätzung

als eigenständige Voraussetzung, stattdessen legt die behandelnde Ärztin oder der Arzt

mit Einwilligung des Versicherten den Umfang der Teilarbeitsfähigkeit (25, 50 oder 75

Prozent) fest, zusätzlich ist die Zustimmung des Arbeitgebers erforderlich. Als ehemaliger

Patientenbeauftragter der Bundesregierung: wie bewerten Sie diese Verschiebung der

Entscheidungshoheit weg von der Selbsteinschätzung der Versicherten hin zu Arzt und

Arbeitgeber?

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