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Frage an Stefan Engel von Rudolf D. bezüglich Gesellschaftspolitik, soziale Gruppen

Hallo Herr Engel,
Ich bin beim stöbern durch die Liste aller Kandidaten auf Sie gestoßen. Sie wollen eine gerechte
menschliche Welt ohne Kapitalisten. Das finde ich grundsätzlich gut. Dazu habe ich aber eine Frage.
Wie stellen Sie sich vor, dass eine Wirtschaft und hochindustrielle Produktion ohne Unternehmer und ohne Eigenkapital möglich ist, und wenn der Anreiz auf möglichst viel Gewinn fehlt.
Schon mal Danke für die Antwort.
Rudolf

Frage von Rudolf D. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 17 Stunden 8 Minuten

Lieber Herr Rudolf Döhler,

gerade die monopolisierte Wirtschaft und hochindustrielle Produktion läuft heute völlig ohne Unternehmer. Welcher Kapitalist führt einen großen Konzern heute selber? Sie sind höchstens noch Kapitaleigener und verwalten ihre Aktien, aber die Betriebe werden heute von einem angestellten Management geleitet. Warum soll diese Leitung der Betriebe wie im Kapitalismus nur auf den Profit ausgerichtet sein? Eine sozialistische Wirtschaft, die der gesamten Bevölkerung zu Gute kommt, ist meines Erachtens ein sehr hoher Anreiz, den die Leute allerdings auch spüren müssen. Das war doch das Problem am Ende der ehemaligen DDR, dass die Früchte dieser Arbeit gar nicht mehr der breiten Masse der Bevölkerung zu Gute gekommen sind. Im Gegenteil wurde der Umweltschutz missachtet wie in den westlichen Kapitalistischen Ländern, die Leute wurden entmündigt, bespitzelt und massiv in ihre Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Wegen dieser bürokratisch-kapitalistischen Verhältnisse haben sie natürlich immer weniger Ehrgeiz entwickelt und oft ihre Arbeit nur noch nach Vorschrift gemacht. Die Menschheit muss eine Gesellschaft aufbauen, in der der Mensch im Mittelpunkt steht und die Produktion und die Konsumtion in Einheit von Mensch und Natur geschehen muss. Das ist ein großer Paradigmenwechsel, auf den wir uns einstellen müssen, aber es ist die einzige Chance der Menschheit, zu überleben.