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Sebastian Czaja
FDP
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Sehr geehrter Herr Czaja, können Sie sich persönlich wirksam einsetzen für die mit dem Tod bedrohten Hilfskräfte der Bundeswehr in Afghanistan?

Ich kenne persönlich eine afghanische Familie, die in Oranienburg betreut werden und verwandte Hilfskräfte der Bundeswehr, eine Ärztin, die für das rote Kreuz gearbeitet hat und die sich verstecken müssen, weil die Taliban jede Nacht Razzien durchführen. Sie stehen schon auf der Liste des Auswärtigen Amtes und bekommen keine Antwort. Sie haben kein Geld und bald nichts mehr zu Essen und ein Neugeborenes. Bitte unterstützen Sie die Petition. Der Winter macht bald alles noch schlimmer.
Vielen Dank.
Andrea M.
12685 Berlin

Frage von Andrea M. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 2 Tage 2 Stunden

Sehr geehrte Frau M.,

vielen Dank für Ihre E-Mail, die ich gerne beantworte.

Die FDP hat bereits im August in einem dringenden Appell die Bundesregierung aufgefordert, schnellstmöglich alle deutschen Staatsangehörigen sowie die afghanischen Ortskräfte in Sicherheit zu bringen, und die Frage aufgeworfen, warum die Bundesregierung erst so spät mit der Evakuierung begonnen habe. Bereits damals äußerte die FDP die Befürchtung, dass durch das verspätete Handeln der Bundesregierung nicht alle afghanischen Ortskräfte ausgeflogen werden könnten. Ihre Schilderungen bestätigen dies nun einmal mehr eindrucksvoll.

Insofern war es richtig, dass die FDP in Person von Alexander Lambsdorff seinerzeit die zügige Einrichtung eines Sondervisa-Programms für Afghaninnen, die durch die Ausweitung des Herrschaftsbereichs der Taliban besonders von Verfolgung und Gewalt bedroht sind, gefordert hat. Dabei regte er an, dass Deutschland die Initiative für eine internationale Konferenz ergreifen sollte, die all jene Menschen aus Afghanistan umsiedelt, die aus Afghanistan geflohen und unter den Taliban besonders gefährdet sind. Daran sollten sich alle Länder beteiligen, die am Hindukusch militärisch engagiert waren. Gleichzeitig hat die die FDP-Bundestagsfraktion die Einrichtung einer Enquête-Kommission „Afghanistan“ in der nächsten Legislaturperiode gefordert.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Czaja

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