Welche Pläne verfolgt die FDP, dass ich die Möglichkeit habe, als Gleichgestellte Person in Arbeit zu kommen?
Sehr geehrter Herr Witzel, ich bin 44 Jahre alt und eine schwerbehinderten Person gleichgestellt. Ich schreibe seit Januar 6000 Bewerbungen für eine Tätigkeit in der Weiterbildungsbranche und erhalte, aufgrund meiner Gleichstellung, schwerbehinderter Personen, ständig absagen. Seit 2020 habe ich ind er Weiterbildungsbranche gearbeitet. Die Absagen gehen telefonisch entweder mit "Wir haben keine Zeit, Behindete einzuarbeiten" oder "es kontrolliert eh keiner, ob ein Unternehmen Menschen mit Behinderung einstellt". Man sehe deshalb keine VeranlassungDem Integrationsamt sind die Hände gebunden und können da nichts machen. Eigenbemühungen enden oftmals damit, dass ich vor der Unternehmenstür bereits abgewiesen werde.Welche Pläne verfolgt die FDP, dass ich die Möglichkeit habe, noch in DIESEM Jahr, bevor ich in die Grundsicherung im Dezember falle, dass ich in der Branche arbeiten, die ich sehr liebe und wo ich auch wieder in Arbeit komme? Ich möchte einfach nur arbeiten.
Sehr geehrter Herr G.,
ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen, Ihre persönliche Situation offen darzustellen, und begrüße Ihre große Eigeninitiative zur Situationsverbesserung. Dafür wünsche ich Ihnen viel Erfolg. Naturgemäß kann ich die Besonderheiten jedes Einzelfalls nicht qualifiziert beurteilen. Die FDP hat grundsätzlich folgende Ansätze:
Die Integration von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt wollen wir durch Aufklärungsarbeit bei den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern intensivieren. Die Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber (EAA) sollen dazu noch stärker eingebunden werden. Die erfolgreiche Arbeit der Inklusionsunternehmen soll fortgesetzt und erweitert werden, indem Förderinstrumente für inklusives Arbeiten auch für kleine, privatwirtschaftliche Betriebe unabhängig von Gemeinnützigkeit, Mindestgröße oder ganzjähriger Vollzeitbeschäftigung geöffnet werden und ein Landesprogramm „Inklusive Gründung" aufgelegt wird.

