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Patricia Lips
CDU

Frage an Patricia Lips von Wnpbo Ureoreg bezüglich Gesundheit

20. November 2015 - 12:21

Sehr geehrter Frau Lips,

bezüglich Ihrer Antwort vom 31.08.2015 zum Thema E-Zigarette, erlauben Sie mir nochmals ein paar Fragen.
Sie haben dort angeführt, dass das BFR in seinen Publikationen eine durchaus eine gesundheitsschädliche Wirkung feststellen.
Aufgrund welcher Studien kann das belegt werden, wenn gem. Frau Dr . Pötschke-Langer, das DKFZ keine Studien durchführt:
„Wir am Deutschen Krebsforschungszentrum machen keine Studien“
Frau Dr. Martina Pötschke-Langer, Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention im Deutschen Krebsforschungszentrum und des WHO-Kollaborationszentrums für Tabakkontrolle, in einem Interview mit der Deutschen Welle, veröffentlicht am 31.05.2014
des weiteren äußerte sich Frau Dr. Pötschke-Langer:
„gegen die normale Zigarette, die eine solche Giftlast darstellt, stellt eine E-Zigarette ein vergleichsweise harmloses Produkt dar.“
Frau Dr. Pötschke-Langer am 22.01.2012 im Deutschlandradio Kultur
Wie kann es sein das die Wissenschaftsorganisation Public Health England
in einer jüngst veröffentlichten Übersichtsarbeit zu dem Ergebnis kommt, dass die eZigarette im Vergleich zum Tabak um 95 Prozent geringer ist als bei der Tabakalternative. Auf welche Studien beruft sich Frau Schwesig, bei Ihrer Anhörung am 04.11.2015?
weshalb werden seitens der Politik immer nur das DKFZ und das BFR genannt, wenn dort keine Studien durchgeführt werden, es aber jedoch weitaus mehr Studien gibt welche die geringere Schädlichkeit der E-Zigarette belegen und die angeblichen Studien der beiden genannten Institute widerlegen.
wir E-Dampfer wurden uns sehr freuen wenn diese Studien auch einmal veröffentlicht würden und nicht immer nur "Cherry-Picking" betrieben würde.

Mit freundlichen Grüßen
Jacob Herbert

Frage von Wnpbo Ureoreg
Antwort von Patricia Lips
26. November 2015 - 11:01
Zeit bis zur Antwort: 5 Tage 22 Stunden

Sehr geehrter Herr Herbert,

in meinen bisherigen Antworten in diesem Forum habe ich ausdrücklich auf die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung dieser Thematik hingewiesen.

Stellvertretend für die Kritiker habe ich in meiner Antwort vom 31.8.2015 u.a. die Stellungnahmen des Bundesinstituts für Risikobewertung erwähnt, die Ihnen bekannt sind (zuletzt Stellungnahme Nr. 10/2015 vom 23.4.2015).

In Ihrer ergänzenden Frage geht es Ihnen nun um die Validität der Ergebnisse dieser Stellungnahmen u.a. des Bundesinstituts für Risikobewertung oder auch des Deutschen Krebsforschungszentrums. Zum Untersuchungsverfahren dieser Studien kann ich keine Angaben machen und werde mich nicht an der Diskussion über die Qualität der Stellungnahmen beteiligen; diese Fragen sollten Sie an die entspr. Institutionen selbst richten.

Ich habe natürlich Verständnis dafür, dass Sie als Unterstützer der e-Zigarette für Gutachten mit für Ihre Position günstigen Ergebnissen werben, und zwar genauso, wie es die Kritiker der e-Zigarette ebenfalls tun. Mir ist und bleibt wichtig, dass alle Seiten gehört werden.

Mit freundlichen Grüßen
Patricia Lips