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Norbert Maria Altenkamp
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Frage von Sascha K. •

Den Psychotherapeuten gegenüber werden Honorarkürzungen mit Budgetproblemen begründet. Mit der Einführung der AU ab dem ersten Tag werden enorme GKV-Kosten verursacht. Wie passt das zusammen?

Sehr geehrter Herr Altenkamp,

jeder Patient, der im Quartal zum Arzt geht, verursacht Kosten. Für einen Pat., der nur aufgrund der geplanten Regelung AU ab erstem Tag zum Arzt gehen muss (persönl. oder virtuell) wird vom Hausarzt die Quartalspauschale angesetzt und die Ausstellung einer AU-Bescheinigung abgerechnet. Selbst wenn keine weitere Untersuchung vorgenommen wird, sind das ca. 30-35 EUR zusätzliche Kosten pro Patient. Die KBV rechnet mit 30 Millionen zusätzlichen Praxisbesuchen pro Jahr. Bei einer Behandlungsdauer von zehn Minuten pro Besuch entspricht das 208.000 kompletten Arbeitstagen ärztlicher Kapazität, die allein für diese Leistung aufgewendet werden müssten. Wir bewegen uns hier also bei 500 Millionen bis 1 Milliarde Zusatzkosten aufgrund der Entscheidung.

Wie lösen Sie persönlich diese kognitive Dissonanz?

Wie können Sie für eine Entscheidung stimmen, die das Budget und die Praxen weiter belastet und wahrscheinlich eher zu längeren AU-Zeiten führt?

MfG

Sascha K.

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