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Frage von Christoph M. •

Frage an Michael Adam von Christoph M. bezüglich Gesellschaftspolitik, soziale Gruppen

Umweltschutz muss sich für alle lohnen. Deshalb schlage ich das Astrail-Konzept vor. Dieses besteht aus einem automatischen bidirektionalen Stromhandelssystem für alle (ASTROHS) und aus autobahnähnlichem Individualverkehr auf der Schiene (Railtaxi). ASTROHS bildet die Strompreise in Echtzeit aufgrund des Verhältnisses von Angebot und Nachfrage, die beide über den Strompreis im Gleichgewicht gehalten werden. Resultat: Neue Stromkessel wird man nur noch in stromproduzierender Version installieren. In Summe ist deren Leistung so hoch, dass man damit jede realistische Bedarfs- und Lieferschwankung problemlos beherrschen kann. Sonnen- und Windstrom machen damit also auch ohne teure Hausakkus keine Probleme. Zusammen mit einem Wertreaktionsmodul (WRM) werden dann nur die Anlagen laufen, die sich rentieren; also auch mit der Abwärme was Sinnvolles anfangen können. ASTROHS sorgt systembedingt für die Nutzung der jeweils saubersten grade verfügbaren Energieformen.
Das Railtaxi erlaubt aufgrund seiner vielen Systemzugänge Straßenfahrzeuge mit nur sehr kleinem und damit erschwinglichen Akku. Denn lange Strecken lassen sich per Railtaxi bewältigen. Für die übrigen Kurzstrecken genügen kleine Akkus.

(ASTROHS + Railtaxi = Astrail.)

Weil es viel zu tun gäbe und sehr viele Menschen mitmachen würden, ist damit zu rechnen, dass das Astrailkonzept einen kräftigen Konjunkturmotor darstellt.

Wollen Sie in dieser Richtung etwas unternehmen? Wenn ja, was? Falls Sie das Astrail-Konzept ablehnen: Mit welchen Alternativmethoden wollen Sie mit weniger Aufwand mehr erreichen?

Mit freundlichen Grüßen
C. M.

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AfD

Sehr geehrter Herr M.,

der deutsche Strompreis wird seit der Liberalisierung des Strommarktes 1998 durch die Strombörse in Leipzig bestimmt. Ökostrom ist gesetzlich privilegiert, so dass andere Stromerzeuger ihre Anlagen nur noch nach Maßgabe der Merit Order einsetzen. Daher kann ich jetzt nicht erkennen, welche Alternative das von Ihnen vorgeschlagene "bidirektionale Stromhandelssystem" bieten soll. Soweit Sie Elektromobilität fördern wollen, so darf ich Ihnen meine Skepsis dazu mitteilen: Neben der Reichweite, den Batteriekosten und generell auch wegen der hohen Anschaffungskosten eines Elektrofahrzeugs ist die Massentauglichkeit von Elektromobilen im Verkehr der Zukunft ebenso zu hinterfragen, wie auch negative Umweltaspekte der Batterieherstellung (Lithium, Kobalt etc.) anzusprechen sind.
Nicht zuletzt aber die Tatsache , dass das deutsche Netz auf eine Vielzahl ihre Akkus ladender Elektromobile nicht ausgelegt ist, begründet Zweifel, ob allein Elektromobile den Verkehr der Zukunft bestimmen sollten. Vielleicht ist den Verbrennungsmotoren eine Chance zu geben, sofern diese mit CO2-freien, synthetischen Kraftstoffen betrieben werden.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Adam