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Marcus Faber
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Frage an Marcus Faber von Reinhard G. bezüglich Verteidigung

Sehr geehrter Herr Faber,

die Nano-Technologie wird rasant weiterentwickelt. Ich habe gehört, dass man heute bereits Nano-Roboter in der Größe eines Bakteriums herstellen kann. Diese werden beispielsweise in der Medizin eingesetzt.
Der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) warnt seit längerem vor möglichen gesundheitsschädlichen Wirkungen von Nano-Partikeln. Diese befinden sich in den unterschiedlichsten Produkten.
https://www.bund.net/themen/chemie/nanotechnologie/

Das kann zu Fragen bezüglich des Gesundheits-, Verbraucher- und Arbeitsschutzes mit Nano-Partikeln führen. Nach meinem Verständnis aber auch zu Fragen bezüglich der Sicherheit. Jede Technologie lässt sich ja nicht nur zivil nutzen.

Ist Ihnen bekannt, ob Nanotechnologien auch von Geheimdiensten und vom Militär genutzt werden können oder bereits genutzt werden? Gibt es in Deutschland und der EU ein Sicherheitskonzept, um hier möglichen Gefahren zu begegnen? Falls ja – seit wann und was sind die wichtigsten Eckpunkte? Gibt es internationale Abkommen, die sich damit befassen?

Mit freundlichen Grüßen

Frage von Reinhard G. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 1 Woche 4 Tage

Sehr geehrter Herr Großmann,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Die Weiterentwicklung der Nano-Technologie ist in der Tat eine Herausforderung und Chance zugleich.

Innovative und bahnbrechende Anwendungen wie Künstliche Intelligenz, Quantentechnologie, 3D-Druck und Nanotechnologie etablieren sich zunehmend in unser Leben und somit auch in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Deshalb ist es aus meiner Sicht notwendig, dass wir diese technologischen Entwicklungen beherrschen, denn sie vergrößern auch unsere Verwundbarkeiten. So müssen wir die Gefahren aber auch den Nutzen stets abwägen – auch in der Bundeswehr.

Jedoch ist eine spezifische Nutzung der Nano-Technologie bei der Bundeswehr im Rahmen meiner Arbeit im Verteidigungsausschuss noch nicht thematisiert worden. Auch wenn bereits andere Streitkräfte – wie die britische Armee – sogenannte Nano-Drohnen im Testbetrieb haben.

Die grundsätzliche Nutzung der Nano-Technologie haben wir als Fraktion bereits in einer Kleine Anfrage zum Aktionsplan „Nanotechnologie 2020“ thematisiert (BT-Drucksache 19/8920).

Für weitere Informationen zum Thema bin ich Ihnen dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Marcus Faber, MdB

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