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Marcel Hopp
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Frage von Muhammad M. •

Viele darunter auch ich erwägen den QMaster zum Berufsschullehrer in Berlin zu studieren. Hält die SPD weiterhin an der Verbeamtung von Lehrkräften fest? Könnte die SPD Berlin künftig davon abrücken?

Guten Tag, Ich bin Maschinenbauingenieur und überlege, über den Quereinstiegs-Master Berufsschullehrer zu werden.

Ein wichtiger Gesichtspunkt bei dieser Entscheidung ist für mich (und vielen anderen) die Frage der Verbeamtung. Der Lehrerberuf ist zwar etwas, das ich schon lange machen wollte, doch bei der Entscheidung spielen auch die Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle, darunter insbesondere die Sicherheit der Verbeamtung sowie ein Gehalt, das mit dem in der freien Wirtschaft einigermaßen vergleichbar ist, die ich für diesen Schritt verlassen würde.

Konkret bin ich auf die Vorschläge der Rentenkommission gestoßen, wonach Verbeamtungen künftig nur noch für hoheitliche Aufgaben des Staates vergeben werden sollen (Bildung sei offenbar nicht hoheitlich...). Das ist ein wichtiger Schritt für viele, weshalb ich gerne wissen möchte, ob die SPD Berlin weiterhin an der Verbeamtung von Lehrern festhalten, auch wenn der Bund sich vielleicht gegen eine Verbeamtung entscheidet?

MfG

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Antwort von SPD

Sehr geehrter Herr M.,

vielen Dank für Ihre Frage - und zunächst einmal freut es mich sehr, dass Sie darüber nachdenken, als Berufsschullehrer nach Berlin zu wechseln. Gerade an unseren beruflichen Schulen brauchen wir qualifizierte Lehrkräfte mit beruflicher und fachlicher Erfahrung.

Zu Ihrer konkreten Frage: Ich gehe sehr stark davon aus, dass Berlin auch künftig an der Verbeamtung von Lehrkräften festhalten wird.

Die SPD Berlin hat sich nach einem langen innerparteilichen Diskussionsprozess dafür entschieden, die Verbeamtung von Lehrkräften wieder einzuführen. In der Rot-Grün-Roten Koalition von 2021-23 haben wir diese dann umgesetzt. Ein wesentlicher Grund dafür war auch der Wettbewerb um Lehrkräfte zwischen den Bundesländern. Berlin - so die weitverbreitete Argumentation - konnte es sich auf Dauer schlicht nicht leisten, bei den Beschäftigungsbedingungen gegenüber anderen Ländern einen erheblichen Nachteil zu haben.

Ich halte es deshalb auch nicht für sinnvoll, nun erneut die Richtung zu wechseln. Ein ständiges Hin und Her zwischen Verbeamtung und Nicht-Verbeamtung würde nicht nur die Verlässlichkeit des Landes als Arbeitgeber infrage stellen, sondern auch neue Ungerechtigkeiten zwischen verschiedenen Generationen von Lehrkräften schaffen.

Die von Ihnen angesprochene Debatte auf Bundesebene würde ich zudem von der Situation der Berliner Lehrkräfte unterscheiden. Schul- und Bildungspolitik und damit auch die Beschäftigung der Lehrkräfte fallen in die Zuständigkeit der Länder. Entscheidungen über die Verbeamtung von Berliner Lehrkräften werden daher in Berlin getroffen. Die bundespolitische Diskussion bedeutet nicht, dass Berlin künftig seine Lehrkräfte nicht mehr verbeamten könnte.

Hinzu kommt: Die Verbeamtung von Lehrkräften ist bundesweit üblich. Ich sehe nicht, dass Berlin hier künftig einen Sonderweg einschlagen und als einziges Bundesland auf die Verbeamtung verzichten sollte. Das würde Berlin im Wettbewerb um dringend benötigte Lehrkräfte erheblich schwächen.

Natürlich kann niemand garantieren, welche politischen Entscheidungen in vielen Jahren getroffen werden. Für mich ist aber klar: Berlin braucht auch weiterhin verlässliche und konkurrenzfähige Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte. 

Ich würde mich daher sehr freuen, wenn Sie sich für den Quereinstiegs-Master und anschließend für den Schuldienst in Berlin entscheiden!

Mit freundlichen Grüßen

Marcel Hopp

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