Wie hilft die SPD in Berlin ehrenamtlichen Helfern von Geflüchteten?
Sehr geehrter Herr Hopp!
Es wäre eine Art Bürgernähe, wenn Bürger beachtet werden, die sich um Geflüchtete kümmern. Bürger betreuen oft nur eine Person und möchten dass diese eine Person B2 schafft und eine Ausbildung macht. Es gibt aber keine WG`s mit Einzelzimmern für die Geflüchteten, die B2 geschafft haben. Und der Sprung, B2 zu schaffen ist schwer. Außerdem gibt es keine psychosoziale Beratung für die Helfer selbst wenn sie mit harten Themen konfrontiert werden. Sich um die Helfer zu kümmern wäre natürlich nur eine kleine Gruppe der Bürger. Trotzdem wären es Bürger, die dann im Mittelpunkt stünden. Es sind Bürgerwünsche, dass möglichst viele Geflüchtete, z. B. Elektriker werden sollen, damit die nicht bewohnbaren Wohnungen in Berlin wieder fit gemacht werden.
Mit freundlichem Gruß,
Nina B.
Liebe Frau B.,
Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind für die Integration von Geflüchteten unverzichtbar. Ohne ihren Einsatz - ob bei Sprachkursen, Behördengängen, Hausaufgabenhilfe oder der Begleitung im Alltag - würde Integration deutlich schlechter gelingen.
Deshalb wollen wir das Ehrenamt insgesamt stärken und den Menschen, die sich engagieren, die Arbeit erleichtern.
Im Berliner SPD-Wahlprogramm setzen wir uns dafür ein,
- die Ehrenamtskarte weiterzuentwickeln,
- vergünstigte BVG-Tickets für Ehrenamtliche zu ermöglichen,
- bürokratische Hürden für ehrenamtliche Initiativen abzubauen,
- Freiwilligenagenturen und das Ehrenamtsmatching in den Bezirken auszubauen sowie
- Qualifizierungsangebote für Ehrenamtliche stärker anzuerkennen, etwa als Bildungsurlaub.
Gerade im Bereich Flucht und Integration entlasten wir Ehrenamtliche außerdem dadurch, dass der Staat selbst mehr Verantwortung übernimmt.
Wir bauen das Berliner Willkommenszentrum aus, professionalisieren und finanzieren das Integrationslots*innen-Programm dauerhaft, stärken Deutschkurse, führen flächendeckende Sprachmittlung bei Behörden ein und verbessern die soziale Infrastruktur rund um Unterkünfte.
Außerdem wollen wir die Migrationsberatung ausbauen, den Zugang zu Integrations- und Sprachangeboten erleichtern und die Zusammenarbeit zwischen Bezirken, Verwaltung und zivilgesellschaftlichen Trägern stärken. Ziel ist, dass Ehrenamtliche dort unterstützen können, wo persönliche Begleitung besonders wertvoll ist - und nicht dauerhaft Aufgaben übernehmen müssen, die eigentlich staatliche Verantwortung sind.
Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage beantworten.
Mit freundlichen Grüßen
Marcel Hopp

