Kerstin Griese MdB
Kerstin Griese
SPD

Frage an Kerstin Griese von Unaf Wbnpuvz Ynxrvg bezüglich Umwelt

10. September 2009 - 08:27

Mir ist zwar klar, dass Ihre Themen nicht im Bereich Umwelt und AKW anzusiedeln sind, aber als MDB entscheiden Sie auch über zentrale Fragen dieses Bereiches und in Wülf- rath lese ich täglich aus dem Auto die Lobhudelei über Ihre bisherige Arbeit in Berlin. Ist das Eigenwerbung oder wer bescheinigt Ihnen, es gut gemacht zu haben ?

Ich bin ein wenig verwundert, dass ich in der Anzeige des "BUND" zum Thema "Atomkraft abwählen" (z.B. in der Südd. Zeitung vom 9.9.09) zwar sehr viele andere Bundestags- kandidatInnennamen der drei Parteien SPD, Grüne und die Linke finde, aber nicht den Ihren. Deute ich dieses richtig, dass Ihnen dieses Thema (Atomkaft) und diese Ausrichtung (baldigster Ausstieg) unerheblich ist, ja dass Sie eher mit der "anderen Koalitionsrichtung" kalkulieren ?

Frage von Unaf Wbnpuvz Ynxrvg
Antwort von Kerstin Griese
10. September 2009 - 14:00
Zeit bis zur Antwort: 5 Stunden 32 Minuten

Guten Tag Herr Lakeit,

in der Befragung des „KandidatInnenchecks“ des BUND – http://www.bund.net/nc/bundnet/themen_und_projekte/bundestagswahl_2009/kandidatinnencheck/?wahlkreis=106 – habe ich unmissverständlich geantwortet, dass ich für den Ausstieg aus der Atomkraft bin. Dass diese Aussage auch in einer Zeitungsanzeige publiziert werden sollte, war mir nicht bekannt. Sonst hätte ich einer Veröffentlichung meines Namens gerne zugestimmt.

Meine Ablehnung der Atomkraft hat nichts mit Koalitionen zu tun. Denn eines ist klar: In einer Koalition unter Beteiligung der SPD wird es niemals ein Abrücken vom Ausstieg geben. Umgekehrt heißt dies, dass eine schwarz-gelbe Mehrheit unbedingt verhindert werden muss, denn diese Parteien werden auch aus dem Gorleben-Skandal nichts lernen. Mit CDU/CSU/FDP würden wir eine Regierung haben, die sich als politischer Arm der Atomwirtschaft fühlt.

Ob ich meine Arbeit in Berlin gut gemacht habe? Ich denke schon. Denn das, was ich als Familienausschussvorsitzende im Bundestag erreicht haben, kann ich durchaus selbstbewusst vertreten. Die Einführung der Ganztagsgrundschulen, die Sanierung von Schul- und KiTa-Gebäuden im Rahmen des Konjunkturpakts, die Schaffung von Krippengruppen in den Kindergärten, das Schulbedarfspaket für Hartz-IV-Empfänger, das Elterngeld: das sind politische Veränderungen, die ich maßgeblich mit angestoßen haben und die die Familien vor Ort unmittelbar betreffen. Auch in anderen Themenfeldern, etwa der Senioren-, Jugend- oder Ehrenamtspolitik oder der regionale Arbeitsmarktpolitik, kann ich eine positive Bilanz vorweisen.

Außerdem ist es für mich wichtig, nicht nur im Wahlkampf Präsenz zu zeigen. Mit den von mir gegründeten Initiativen „Forum Ehrenamt“, „Gesprächskreis Kirche und Politik“ und „Projekt P“ sowie meiner Gesprächsreihe „Kerstin Griese trifft …“ bin ich kontinuierlich im niederbergischen Raum und in Ratingen im Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern.

Dass es viele Menschen in meinem Wahlkreis gibt, die mich auch unabhängig von Parteigrenzen unterstützen und dabei selbst aktiv werden, freut mich sehr. Möchten Sie sich selbst ein Bild davon machen, was die Bürgerinnen und Bürger hier in Niederberg und Ratingen von meiner Arbeit halten? Dann kommen Sie doch einfach zu einer meiner Veranstaltungen – auch als Wuppertaler sind sie herzlich eingeladen. Orte und Termine finden Sie auf http://www.kerstin-griese.de .

Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Griese