Katrin Helling-Plahr
FDP
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Frage von Ebanyq Urvaevpu an Katrin Helling-Plahr bezüglich Gesundheit

# Gesundheit 27. Aug. 2019 - 21:19

Sehr geehrte Frau Helling-Plahr,
Mit großer Verwunderung habe ich Ihre Antwort zum Thema Impfschadensanerkennung gelesen: https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/katrin-helling-plahr/question/2... ?
Wie genau beweist man denn, dass der Ursachenzusammenhang wahrscheinlich ist?
Dr.med. Hartmann äußert sich in einem Vortrag (https://youtu.be/S44J3vU_WYQ) unter anderem zur Aussichtslosigkeit bei der Impfschadensanerkennung (51:40-54:05, 58:54-60:40, 68.55-70.00).
Des weiteren spricht er u.a. über Todesfälle nach 6-fach Impfungen + TOKEN-Studie (14:20-28:40), die fehlende Bereitschaft der Ärzte Verdachtsfälle zu melden (6:40-7:05, 68:50-70:00), mangelnde Maßnahmen zur Impfschadenserfassung (31:35-33:02), das systematische Verheimlichen von Nebenwirkungen (34:15-36:15, 41:30-42:46), fehlende Studien mit echten Placebos zur Nebenwirkungserfassung (60:00-69:00, 74:30-75:15) u.v.m. Dieser Vortrag bestätigt all meine Erfahrungen nach einem eigenem Impfdesaster.
Sind Ihnen die von Dr.med. Hartmann genannten Fakten bekannt? Können Sie sie wiederlegen?
Was gedenkt die FDP gegen die oben genannten Missstände zu unternehmen?
Sollten die oben genannten Missstände nicht erstmal beseitigt werden bevor man eine Impfpflicht fordert?
Finden Sie es aus juristischer Sicht eigentlich in Ordnung, dass die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Impfungen in großem Ausmaß bewirbt und als sicher bezeichnet, obwohl einige Experten da anderer Meinung sind, und die Liste mit Nebenwirkungen im Beipackzettel lang ist? https://www.swr.de/report/impfung-gegen-gebaermutterhalskrebs-werden-ris...
Wann hat ein Arzt aus juristischer Sicht eigentlich ausreichend über Nebenwirkungen aufgeklärt? Reicht der Hinweis auf eventuelle Nebenwirkungen? Oder müsste er den Beipackzettel sorgsam durchgehen und erklären welche Nebenwirkung sich wie auf das zukünftige Leben auswirken könnte?
MfG

Von: Ebanyq Urvaevpu

Antwort von Katrin Helling-Plahr (FDP)

Sehr geehrter Herr Urvaevpu,

da es Aufgabe der BZgA ist, sachlich über gesundheitliche Themen aufzuklären, erachte ich es als angemessen, wenn über die nach Einschätzung der medizinischen Fachwelt eindeutig überwiegenden Vorteile einer speziellen Impfung entsprechend aufgeklärt wird. Wie bei allen medizinischen Eingriffen sind Patienten darüber aufzuklären, ob gegebenenfalls, beziehungsweise welche Risiken bestehen können. Die Aufklärungspflichten des Arztes sind in § 630 e BGB definiert. Wie sich die Situation in einem einzelnen etwaigen Schadensfall darstellt, ist individuell durch die Judikative zu beurteilen.

Ich nehme ihre Ausführungen zur Kenntnis. Bei der Bewertung medizinischer Erkenntnisse setze ich auf den allgemeinen Stand der Wissenschaft, mit dem ich mich auch persönlich bereits umfänglich auseinandergesetzt habe.

Bezüglich einer Masernimpfpflicht möchte ich darauf hinweisen, dass ich eine solche in Anbetracht der gegenwärtigen Meldungen über neue Rekordzahlen an Masernerkrankungen und vor dem Hintergrund des Nichterreichens der WHO-Impfraten als geboten ansehe.

Mit freundlichen Grüßen
Katrin Helling-Plahr MdB