Foto von Katharina Dröge, aufgenommen im Deutschen Bundestag im Juli 2025.
Katharina Dröge
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Frage von Timm G. •

Wie wäre die Entscheidung, Therapiestunden zu deckeln angesichts des offensichtlichen Versorgungsmangels und des steigenden Bedarfs an psychotherapeutischer Hilfe überhaupt noch zu rechtfertigen?

Sehr geehrte Frau Dröge,

mit Fassungslosigkeit verfolge ich die Diskussionen über weitere Einschränkungen der psychotherapeutischen Versorgung. Nachdem die Honorare niedergelassener Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten bereits um 4,5 % gekürzt wurden, wird nun auch eine Deckelung der wöchentlichen Therapiesitzungen erwogen.

Schon heute reichen Therapieplätze für den bestehenden Bedarf nicht aus. Die Nachfrage steigt stetig, während die vorhandenen Kapazitäten vielerorts bereits ausgeschöpft sind. Eine Begrenzung der Therapiesitzungen würde die Versorgungslage in einen krisenhaften Zustand treiben, u.a. unzumutbare Wartezeiten und notwendige Behandlungen verzögern oder verhindern.

Die Folgen träfen Betroffene und damit Beitragszahler und bedeuten langfristig auch höhere Kosten durch Krankheitsausfälle, Chronifizierung und stationäre Behandlungen.

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