Jutta Eckenbach
CDU
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Frage von Urvxr Ebtnyy an Jutta Eckenbach bezüglich Soziales

# Soziales 10. Juni. 2016 - 18:28

Sehr geehrte Frau Eckenbach,

Frau Merkel ist seit 2005 Kanzlerin.

Ich lese jetzt in der seriösen Huffingtonpost:
"Deutschland ist das Land mit der größten Ungleichheit bei Vermögen innerhalb der EU. Die reichsten 10 Prozent der Bevölkerung verfügen über 57,5 Prozent des Vermögens, die unteren 70 Prozent besitzen gerade einmal 9 Prozent des Gesamtvermögens. Mit anderen Worten: Die große Mehrheit in Deutschland verfügt nur über einen Bruchteil des Wohlstands, obwohl vor allem sie die Produkte und Dienstleistungen herstellt, die Grundlage des Wohlstands sind."
"Laut Umfragen sind 70 Prozent der Bevölkerung der Meinung, die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland seien nicht gerecht. Laut einer aktuellen Studie der staatlichen Bank KfW sind seit dem Jahr 2000 für 40 Prozent der Bevölkerung in Deutschland die Reallöhne gesunken."
Quelle: http://www.huffingtonpost.de/joerg-nowak/ungleichheit-deutschland-realit...

Weshalb hat Frau Merkels Regierung nichts gegen diesen Trend unternommen?
Oder ist der Bericht der Huffingtonpost unwahr?

Frau Merkel hat mir ihrer privaten Entscheidung Dublin außer Kraft zu setzen und den damit nicht mit unseren Partnern und Freunden abgestimmten Migrantenansturm die heutige Situatiuon in Europa zu verantworten, so ist meine Meinung. Können Sie mir mit Sicherheit garantieren, dass für ein mögliches drittes europäisches Debakel nicht wieder Deutschland verantwortlich gemacht wird?

Heike Rogall

Von: Urvxr Ebtnyy

Antwort von Jutta Eckenbach (CDU)

Sehr geehrte Frau Rogall,

der Artikel in der Huffington Post stammt von Oxfam e.V., deren letzte Studie zur Armut aufgrund vieler Verzerrungen in Methodik und auch in den Schlussfolgerungen zu Recht kritisiert wurde. Die in dem Artikel behaupteten Missstände und Ungerechtigkeiten sind extrem überzeichnet und spiegeln nicht die Lebensumstände in unserem Land wider, in dem die Hälfte aller Staatsausgaben in den sozialen Bereich fließen, in dem alle Menschen eine Gesundheitsversorgung erhalten und in denen über 40 Millionen Menschen eine Beschäftigung haben.
Selbstverständlich muss die Politik auf Veränderungen in der Arbeitswelt reagieren oder auch Fehlentwicklungen entgegensteuern. Wir müssen unser Bildungssystem weiter verbessern und wir müssen als Staat in wichtige Bereiche investieren, z.B. in den Wohnungsbau. Auch die Lohnentwicklung ist positiv und viele Betriebe, die in den Krisenjahren ohne die Lohnzurückhaltung der Arbeitnehmer nicht überlebt hätten, unterstützen dies.
Hingegen helfen pauschale Vorurteile und irrationale Vorschläge wie das populistische Startgeld hier nicht weiter.

Mit freundlichen Grüßen
Jutta Eckenbach

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