Was tun Sie für die psychotherapeutische Versorgung von Kindern & Jugendlichen im Zshg. mit den aktuellen Honorarkürzungen? Junge Menschen in akuten Krisen benötigen verlässliche und schnelle Hilfe.
Studien zeigen, dass etwa jedes 5. Kind/Jugendliche*r psychische Auffälligkeiten zeigt. Gleichzeitig warten Familien nicht selten 1/2 Jahr auf einen Therapieplatz. Parallel dazu sind die stationären Behandlungszahlen gestiegen. Besonders alarmierend ist, dass Suizid die zweithäufigste Todesursache im Jugendalter darstellt. Diese Entwicklungen verdeutlichen den enormen Versorgungsbedarf und selbst in Berlin stößt das System schon lange an seine Grenzen.
Mit Sorge habe ich die Honorarkürzungen in der ambulanten PT zur Kenntnis genommen. Als KJP behandele ich etwa 50 % gesetzlich Versicherte. Viele finden keinen Therapieplatz innerhalb des Systems. In Verzweiflung wenden sie sich an mich trotz unklarer Kostenübernahme.
Honorarkürzungen senden ein fatales Signal. Ich appelliere daher an Sie, Maßnahmen zu ergreifen, die die ambulante Versorgung stärken.

