Joachim Herrmann
CSU

Frage an Joachim Herrmann von Xbaenq Ervgzrvre bezüglich Gesundheit

06. Juli 2020 - 16:23

Sehr geehrte Herr Herrmann,
wieso gibt es immer noch in Bayern Maskenpflicht? In den Nachbarländer Tschechien und Österreich wurden diese bereits abgeschafft. In einem Interview bei RBB am 30.01.2020 erklärte Virologe Herr Drosten, dass es keine wirtschaftlichen Nachweise gibt das diese Masken helfen. Hier der Link dazu https://www.youtube.com/watch?v=Z3Zth7KYVHY. Weltärztepräsident Montgomery kritisierte ebenfalls die Maskenpflicht, da diese Maskenpflicht nur sinnvoll mit echten Schutzmasken sind. Hier der Bericht https://www.rnd.de/gesundheit/weltprasident-kritisiert-maskenpflicht-mindestabstand-ist-entscheidend-HQDDLITDGFRVZKDWGTXAYQUUFE.html. Anfang März bestätigte auch die Regierung, dass Masken nichts bringen. Trotzdem war dann Mitte März Maskenpflicht. Der Virologe Hendrik Streeck teilte in der Osnabrücker Zeitung am 10.06.2020 mit, dass der Mund-Nasen-Schutz ein Nährboden für Mikroben sein kann. Hier der Artikel. https://www.zeit.de/news/2020-06/10/virologe-mund-nase-schutz-kann-naehrboden-fuer-mikroben-sein. Dies kann ich eigentlich auch bestätigen, denn in meinem Bekanntenkreis die als Pflegerin arbeitet hat sich durch die Maske Pilze in der Lunge eingefahren. Was ist eigentlich mit der gefährlichen CO2 Einatmung? Viele Experten haben ja sowieso ab den Monat Mai einen Rückgang der Infektionen vorausgesagt und jetzt meint man es liegt an die Masken. Kann ich Ihnen leider nicht zustimmen. Probieren sie es einmal aus und stellen sich nur 1 Tag einmal in das Geschäft mit der Maske, damit sie ein Gespür bekommen. Ich war bisher immer ein CDU /CSU Wähler aber ich sehe für ihre Partei nächstes Jahr keine guten Chancen. Da ich in sehr vielen Vereinen und in der Öffentlichkeit tätig bin, gibt es von Tag zu Tag immer mehr Negativität gegen Ihre Partei. MFG

Frage von Xbaenq Ervgzrvre
Antwort von Joachim Herrmann
28. Juli 2020 - 11:29
Zeit bis zur Antwort: 3 Wochen

Sehr geehrter Herr Reitmeier,

die Staatsregierung hat in den vergangenen Wochen die Ausbreitung des Coronavirus wirkungsvoll eingedämmt und in jedem Fall erheblich verlangsamt. Dem dienten zu Beginn unter anderem Ausgangsbeschränkungen sowie umfassende Betriebsuntersagungen als wichtige Maßnahmen. Als Ergebnis unserer Maßnahmen sind die Infektionszahlen deutlich zurückgegangen. Auch die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Einzelhandel und bei der Nutzung des ÖPNV war und ist ein essentieller und integraler Bestandteil dieser Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus und machte viele Lockerungen wie die Wiedereröffnung der Gastronomie und von Beherbergungsbetrieben, aber auch zahlreicher Kultureinrichtungen überhaupt erst möglich. Selbst das Tragen einer einfachen sogenannten "Communitymaske" bedeutet für uns und unsere Mitmenschen Schutz gerade vor einer Infektion durch Aerosole und ist damit zu einem Ausdruck unseres solidarischen und verantwortungsvollen Handelns geworden. So kann die Maskenpflicht bei einer Infektion dazu beitragen, das Virus nicht an andere Menschen weiterzugeben und stellt gerade bei symptomlos und unbewusst am Coronavirus Erkrankten einen wichtigen Faktor bei der erfolgreichen Eindämmung der Pandemie dar.

Mit zunehmendem Erkenntnis- und Wissensstand in Medizin und Forschung zum Coronavirus selbst hat sich dabei seit erstmaligem Auftreten des Virus die Beurteilung einiger Maßnahmen zur Eindämmung und Bekämpfung der Pandemie verändert. Dazu gehört explizit auch die Beurteilung zum Tragen von Schutzmasken. Dies ist aber auch folgerichtig. Denn je mehr wir über das Virus wissen, desto besser können wir gegen dieses vorgehen. So ist der Forschungsstand einer ständigen Fort- und Weiterentwicklung unterworfen und aktuelle Studien auch deutscher Forscher und Wissenschaftler bestätigen die Schutzwirkung von Masken und deren nicht unerheblichen Beitrag bei der Bekämpfung der Pandemie.

Um das Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu halten und keinen Rückschlag zu riskieren, halten wir deshalb weiterhin an der Maskenpflicht in bestimmten Bereichen des öffentlichen Raums wie auch an weiteren Maßgaben, beispielsweise der Einhaltung des Mindestabstands, fest. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, dass die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus in der Bevölkerung verlangsamt wird, da die Übertragung des Virus durch Tröpfchen signifikant verringert wird. Ein Blick über unsere Grenzen zeigt, dass einige unserer europäischen Nachbarländer, die sich jüngst wieder deutlich gestiegenen Infektionszahlen gegenübersehen, (wieder) strenge Maskentragepflichten im öffentlichen Raum - zum Teil sogar an der frischen Luft in stark frequentierten Innenstadtlagen oder touristischen Hotspots - einführen, um eine weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen und eine zweite Infektionswelle zu verhindern.

Ausführliche Informationen zum Umgang mit der Mund-Nasen-Bedeckung sowie weitere hilfreiche Hinweise hat unter anderem das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unter folgendem Link zusammengestellt: https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/faq.htm#mns.

Mit freundlichen Grüßen
Joachim Herrmann