Sehr geehrter Herr MdB Dr. van Aken, wie positionieren Sie sich in Bezug auf parteipolitischen "Lobbyismus" - was die Förderung- und lfd. Unterhaltung des Dt.-Panzermuseums in Munster anbelangt ?
Sehr geehrter Herr MdB Dr. van Aken,
In einem (offenbar gut recherchierten) Zeitungsartikel der "taz" mögen Sie das Nachstehende zur Kenntnis nehmen - Zitat :
..."mehrere Millionen vom Bund organisiert, mit denen das Deutsche Panzermuseum in Munster gefördert wird. Mehr als 80.000 Besucher kommen jedes Jahr, um die Sammlung deutscher Kriegsgeräte zu bewundern. Einige dieser Panzer wurden im 1. Weltkrieg genutzt, mit anderen ist die Wehrmacht in Russland eingefallen. Die Maschinen haben getötet und Leid gebracht."...
Zitat-Ende
Quellen:
https://daspanzermuseum.de/
https://daspanzermuseum.de/category/das-museum/exponate/
https://taz.de/SPD-Generalsekretaer-Klingbeil/!5789323/
Wissen Sie, wie "EINIGE MILLIONEN vom BUND" für Wehrmachtsdevotionalien "organisiert" werden konnten - und/oder können Sie es in Erfahrung bringen (ggf. kleine Anfrage im BT) ?
Schulen: marode; Kindergärten: marode - WK-Pz: Super!
Hochachtungsvoll
Michael P.
Dipl. Bundesbeamter a.D. (Bundeswehr)
Sehr geehrter Herr P.,
vielen Dank für Ihre Frage. Sie sprechen einen wichtigen Punkt an. Tatsächlich wurden für die Modernisierung des Deutschen Panzermuseums in Munster Bundesmittel in Millionenhöhe bereitgestellt. Diese Entscheidung ist politisch getroffen worden und spiegelt Prioritäten wider.
Ich halte es grundsätzlich für richtig, dass sich Deutschland mit seiner Militärgeschichte auseinandersetzt. Aber dabei muss der Fokus auf den Folgen von Krieg, Gewalt und Militarismus liegen – nicht auf der technischen Faszination für Panzer und Waffensysteme.
Gerade in einer Zeit, in der viele Schulen sanierungsbedürftig sind, Kitas unter Personalmangel leiden und Kommunen jeden Euro zweimal umdrehen müssen, halte ich es für falsch, Millionenbeträge in den Ausbau eines Panzermuseums zu investieren. Öffentliche Gelder sollten in erster Linie dort eingesetzt werden, wo sie das Leben der Menschen unmittelbar verbessern – in Bildung, soziale Infrastruktur, bezahlbares Wohnen und eine funktionierende Daseinsvorsorge.
Hinzukommt, dass ebendieses Museum in seinem Shop ein Weltkriegsquiz verkauft, das ist an Geschmacklosigkeit nicht zu überbieten.
Die Linke lehnt den Kurs ab, immer mehr öffentliche Mittel in militärische Projekte und Symbolpolitik zu lenken, während gleichzeitig bei sozialen Aufgaben gespart wird. Wir brauchen eine Politik, die Frieden, Bildung und sozialen Zusammenhalt stärkt, und nicht eine, die immer neue Millionen für militärische Einrichtungen bereitstellt.
Mit freundlichen Grüßen
Jan van Aken

