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Heidi Reichinnek
Die Linke
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Frage von Jochen T. •

Wie steht die Linke zu Care ins GG, es wird ja gerade an einer Neuerung des Grundsatzprogrammes gearbeitet? Kommt der Schutz wegen Care da rein? Was ist ihre eigene Position dazu?

"Niemand sollte wegen Care-Arbeit benachteiligt werden. Deswegen fordert mit der Liga für unbezahlte Arbeit auf WeAct:

Familiäre Fürsorgeverantwortung gehört als Diskriminierungsmerkmal in Art. 3 Abs. 3 Grundgesetz."

117 Milliarden Stunden unbezahlte Care-Arbeit werden jährlich geleistet – fast doppelt so viel wie alle bezahlte Arbeit. Das entspricht einem Wert von über 1,2 Billionen Euro und damit mehr als einem Drittel unserer Wirtschaftsleistung.[2]

https://lua-carewerkschaft.de/petition/

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Antwort von Die Linke

Guten Tag,

Die Linke ist eine feministische Partei, die die Diskriminierung von Geschlecht aufgrund ungleicher Verteilung von unbezahlter Reproduktionsarbeit beseitigen will. Wir setzten uns als Fraktion daher dafür ein, dass Frauen, die überproportional Carearbeit leisten, durch eine neue Zeitpolitik entlastete werden, dass Careberufe monetär aufgewertet werden und Diskriminierungsschutz gestärkt wird, indem wir ein Verbandsklagerecht fordern. 

Außerdem fordern wir eine Verbesserung der Kinderbetreuungsituation, sowie bessere Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte, um Carearbeit auch finanziell abzusichern. Nur so kann der in Art. 3 Abs.2 formulierte Gleichstellungsauftrag auch tatsächlich umgesetzt werden. Denn nicht Carearbeit ist das Problem, sondern die Abwertung und ungleiche Verteilung dieser.

Viele Grüße

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