Welche Position nimmt die Linke in der causa Hüseyin Dogru ein, der vom Ministerrat der Europ. Union wegen der Inanspruchnahme seiner grundgesetzlich geschützten Meinungsfreiheit sanktioniert wurde?
Hüseyin Dogru sagte der Berliner Zeitung Anfang April, seine Familie sei nicht mehr in der Lage, die Miete zu bezahlen, die Stromkosten zu decken oder die Kinder zu ernähren.
Vgl. https://gewerkschaftsforum.de/menschenrechtsverbaende-gewerkschaften-und-kirchen-halten-sich-zu-fall-dogru-bedeckt/
Guten Tag,
ich halte Sanktionen gegen Journalist*innen immer für hochproblematisch, wenn sie ohne transparentes Verfahren und ohne gerichtliche Klärung existenzielle Grundrechte einschränken. Die EU muss offenlegen, auf welcher Grundlage solche Sanktionen verhängt wurden, und effektiven Rechtsschutz garantieren. Politisch braucht es eine Überprüfung, ob Sanktionsinstrumente zunehmend gegen missliebige Stimmen statt gegen tatsächliche Gefährder eingesetzt werden. Im Fall Doğru sollte die Bundesregierung auf Transparenz, Verhältnismäßigkeit und eine schnelle rechtsstaatliche Überprüfung drängen. Wenn keine belastbaren Belege vorliegen, müssen die Sanktionen aufgehoben werden.
Viele Grüße

