Ist eine Demokratie wirklich demokratisch, wenn Bürger formal eine Stimme haben, aber manche Akteure über Millionenbudgets und direkten Zugang zu politischen Entscheidungsträgern verfügen?
Wie einseitig der Zugang von Unternehmen und Verbänden in Brüssel ist, zeigt ein Blick auf die Lobbytreffen mit der EU-Kommission. Diese sind 2025 nach einer Auswertung von Table Media auf den höchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnung 2014 gestiegen. Gleichzeitig ist der Anteil von Treffen mit der Zivilgesellschaft weiter gesunken.Der wachsende Zugang, den Konzernlobbyinteressen zu den Spitzen dieser EU-Kommission haben, ist sowohl Ursache als auch Ausdruck einer EU-Agenda, die unter dem Deckmantel von „Wettbewerbsfähigkeit“ und „Bürokratieabbau“ zahlreiche Standards zum Schutz von Mensch und Umwelt abbaut.
https://www.lobbycontrol.de/lobbyismus-in-der-eu/neuer-rekord-bei-lobbyausgaben-in-bruessel-125465/

