Wie rechtfertigen Sie WKA im Wald, wenn Ökologen vor dem Kollaps des Waldklimas durch Kronenlüftung warnen, Böden ihre Schwammfunktion verlieren und Kalamitätsflächen nicht regenerieren können?
Sehr geehrter Herr Ebner, der WKA-Ausbau hebelt das Vorsorgeprinzip aus. Die Studie der HNE Eberswalde (Ibisch et al., 2021: „Der Wald in Deutschland auf dem Weg in die Heißzeit“, S. 42ff., S. 50) belegt, daß Kronendachlücken fatale Randeffekte erzeugen. Das kühle Waldklima bricht ein, umliegende Bestände trocknen aus. Schwerlastschotterungen zerstören dauerhaft die Schwammfunktion der Böden. Die Freigabe von Kalamitätsflächen ist ein Trugschluss. Der NABU Sachsen-Anhalt warnt in seinem offiziellen Positionspapier "Windkraft im Wald schadet dem Lebensraum und dem Klima" auf Seite 1 davor, sensible Naturräume voreilig für WKA freizugeben. Totholz- und Kalamitätsflächen sind laut NABU vitale Sukzessionsflächen zur natürlichen Waldregeneration.
Zudem verweist die Dokumentation des Bundesamtes für Naturschutz (www.bfn.de/fledermausschutz-und-windenergieanlagen) auf massive Tötungsrisiken für Fledermäuse durch Rotoren. Wann wird diese Waldzerstörung gestoppt? MfG Peter H.
