Günter Rudolph
SPD
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Frage von Fgrsna Jnygre an Günter Rudolph bezüglich Wirtschaft

# Wirtschaft 12. Nov. 2014 - 22:05

Sehr geehrter Herr Rudolph,
ich hätte gerne von Ihnen zum Thema Südlink/Tennet gewußt, wie Ihrer Meinung nach der ausgegebene "garantierte Festzins in Höhe von 9,05%" in die heutige Zinslandschaft passt.
Ich bin neugierig auf Ihre Stellungnahme ob hinter dem "Projekt" nicht AUSSCHLIESSLICH wirtschaftliche Interessen stehen, denn um die Energiewende erfolgreich durchführen zu können ist diese Stromtrasse in der Form nicht notwendig.
Sind Sie der Meinung dieses Vorgehen des Netzbetreibers für die die Region Nordhessen akzeptieren zu wollen?
Besten Dank für Ihre Ausführungen.

Von: Fgrsna Jnygre

Antwort von Günter Rudolph (SPD)

Sehr geehrter Herr Walter,

auf dem Finanzmarkt erhält man heute etwa 1 Prozent Zinsen auf zehnjährige Bundesanleihen. Daher ist die von der Bundesnetzagentur 2011 festgelegte Eigenkapitalrendite von 9,05 Prozent deutlich zu hoch. Auch das Argument, dass der Netzausbau Anreize braucht, trägt nicht. Selbst die Eigenkapitalrendite von 7,14 Prozent bei Altanlage ist zu hoch festgelegt. Das ist eine Lizenz zum Gelddrucken. Grundsätzlich ist meine Meinung, dass das mit der Ausführung beauftragte Unternehmen TenneT bislang weder wissenschaftlich noch wirtschaftlich eine schlüssige Notwendigkeit für die geplante Streckenführung durch den Schwalm-Eder-Kreis vorlegen konnte. Außerdem läuft diese Trasse der sehr viel vernünftigeren Entwicklung von dezentralen Energiekonzepten zuwider.

Mit freundlichen Grüßen

Günter Rudolph, MdL

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