Wann wird unser Land wieder sicher?
Sehr geehrter Herr Hopp,
ich schreibe Ihnen heute als besorgte Mutter aus Cham.
In letzter Zeit hat sich mein Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum massiv verschlechtert. Es ist mittlerweile so weit gekommen, dass ich ein zutiefst beklemmendes Gefühl habe, wenn meine Kinder draußen unterwegs sind. Sobald es dämmert oder finster wird, lasse ich sie eigentlich gar nicht mehr alleine vor die Tür.
Es macht mich traurig und wütend zugleich, dass wir in einer Zeit leben, in der die Angst den Alltag meiner Familie bestimmt. Kinder sollten sich in ihrer Heimat frei und sicher bewegen können – egal zu welcher Uhrzeit. Dass ich mich gezwungen sehe, ihre Freiheit so stark einzuschränken, nur um sie vor potenziellen Gefahren zu schützen, empfinde ich als unhaltbaren Zustand.
Ich erwarte von der Politik, dass die Sicherheit der Bürger – und insbesondere die unserer Kinder – oberste Priorität hat. Welche konkreten Maßnahmen planen Sie, um das Sicherheitsgefühl wieder herzustellen?
Viele Grüße Sonja
Sehr geehrte Frau W.,
vielen Dank für Ihre Nachricht und dafür, dass Sie Ihre Sorgen so offen schildern. Das Sicherheitsgefühl der Menschen – insbesondere von Familien mit Kindern – ist ein Thema von großer Bedeutung, und Ihre Schilderung zeigt, wie sehr es viele Bürgerinnen und Bürger beschäftigt. Als Vater von zwei Kindern kann ich Ihre Gedanken und Ihr Anliegen sehr gut persönlich nachvollziehen. Es ist mir ein Herzensanliegen, dass unsere Heimat ein Ort bleibt, an dem sich Eltern keine Sorgen um die Sicherheit ihrer Kinder machen müssen. In Bayern wird seit Jahren großer Wert darauf gelegt, sowohl die tatsächliche Sicherheit als auch das subjektive Sicherheitsgefühl zu stärken, und der Freistaat verfolgt hier eine Vielzahl an Maßnahmen.
Bayern ist heute eines der sichersten Bundesländer Deutschlands – dieses Sicherheitsniveau ist das Ergebnis konsequenter Politik und stetiger Investitionen. Allein in den vergangenen Jahren wurden in Bayern mehrere tausend zusätzliche Polizeistellen geschaffen. Seit 2018 wurden rund 8.000 neue Polizistinnen und Polizisten eingestellt. Damit verfügt Bayern heute über eine der höchsten Polizeidichten bundesweit. Darüber hinaus wird der Personalbestand kontinuierlich ausgebaut, um eine starke Präsenz im öffentlichen Raum sicherzustellen. Gleichzeitig wird erheblich in moderne Ausrüstung und Einsatztechnik investiert – von digitaler Kommunikation über verbesserte Schutzausrüstung bis hin zu intelligenter Videoüberwachung an kriminalitätsbelasteten Orten. Diese technischen Fortschritte sollen die Arbeit der Polizei effizienter machen und Bürgerinnen und Bürger im Alltag schützen.
Gerade bei uns in der Region spielt zudem die Bayerische Grenzpolizei eine entscheidende Rolle. Mit ihrer Stationierung – unter anderem direkt in Furth im Wald – sorgt sie durch Schleierfahndung und modernste Überwachungstechnik dafür, grenzüberschreitende Kriminalität bereits im Keim zu ersticken. Diese Präsenz vor Ort ist ein wesentlicher Pfeiler für die Sicherheit im Grenzraum und stärkt das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in den Rechtsstaat massiv.
Darüber hinaus setzt Bayern stark auf Prävention. Kommunale Sicherheitswachten, lokale Präventionsräte und verbesserte Beleuchtungskonzepte tragen vielerorts dazu bei, öffentliche Räume sichtlich sicherer zu gestalten. Auch für Kinder und Jugendliche gibt es spezifische Programme, darunter Kooperationen zwischen Schulen, Polizei und Jugendsozialarbeit sowie Initiativen zur Gewalt- und Suchtprävention. Diese Maßnahmen sollen Kinder fördern, schützen und ihnen ein sicheres Aufwachsen ermöglichen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf einer konsequenten Rechtsdurchsetzung. Gewalt- und Sexualdelikte werden besonders streng verfolgt, und bei gesellschaftlichen Herausforderungen wie Messerkriminalität setzt der Freistaat auf entschlossenes Handeln. Ziel ist es, Täter konsequent zur Verantwortung zu ziehen und das Sicherheitsniveau für alle Menschen im Land hochzuhalten. All diese Initiativen verfolgen ein gemeinsames Ziel: den öffentlichen Raum in Bayern so sicher zu gestalten, dass Familien sich wohlfühlen und Kinder sich frei bewegen können. Ihr Anliegen wird sehr ernst genommen, und es bleibt meine zentrale Aufgabe, kontinuierlich weiter an Verbesserungen zu arbeiten.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Gerhard Hopp, MdL

